Hitze - Automatik - Last und Anhänger

  • So - nun hat er ja de TÜV ohne Mängel bestanden - der 1,8l C180T aus 1996 mit nun fast 120tkm auf der Uhr. LPG ist ja auch unproblematisch, aber....


    Hinten hat der härtere Federn und enue Stoßdämpfer +4 Noppen. Dennoch verschwanden die Reifen recht tief im Radkasten, als wir drin saßen. Hinten dran noch ein kleiner Anhänger mit geringer Zuladung, Sofa, Waschmaschine, Schrank. Soweit alles gut.


    In der Mittagshitze so um 30°C sollte es mindestens gewesen sein und nun leichte Steigung - natürlich mit Druck auf´s Pedal. Der Hänger ist für 100kmh zugelassen - alles OK. Klima kühlt den Innenraum - zu viert braucht man das auch ;)


    Im Rückspiegel dann der weiße Rauch - konnte ich gut in den Rückspiegeln sehen. Also erstmal langsamer und auf dem Rastplatz angehalten. Eindeutig ÖL und vom Geruch aus dem Getriebe. Meine Vermutung ist überhitztes Getriebeöl, daß unter "Viskositätsverlust" leidet und sich einen Weg am Simmerring zum Wandler in die Freiheit findet.


    Also langsamer weiter und bei Gelegenheit das noch einmal provozieren - jo klappt :)


    Entsprechend sind wir nachts im kühleren ein paar Tage später ohne Probleme zurückgefahren.


    Nun würde ich gern den Ölstand vom Automaten überprüfen. Ich war ja schon vorher erstaunt, daß es nur eine versiegelte Kappe und keinen Peilstab gibt - aber nun wird einer benötigt. Gibt es ein bekanntes Maß für die Peielstablänge ? Im Prinzip wäre das vom Aufsetzen des Peilstabes in der Ölwanne bis zum Füllstand (bei laufendem Motor) vermutlich die Lösung sein. Irgendeinen ollen Peilstab aufzutreiben wäre ja nicht das Problem - nur sollte damit ja auch richtig gepeielt werden können.


    Dazu kam bei der Außentemperatur ausfallende Benzindüsen der Zylinder 1+4. Das bereitete aber nur bei geringer Drehzahl Probleme (Anhalten/Abbiegen). Motor aus/an und dann lief die Karre wieder. Die Diagnose war einfach - das macht die Gasanlage. Diese zeigte es sofort auf und meldete einen Fehler über eine APP im Handy sofort diagnostizierbar. Die Gasanalge selbst kann als Usache vermutlich ausgeschlossen werden, der Fehler ist zu sehr auf geringe Drehzahl begrenzt. Im Prinzip würde ich auf den KW Sensor tippen - nur müßten dann alle Benzindüsen ausfallen - bilde ich mir ein. Aber ein induktiver Sensor hat auch die Eigenschaft bei geringer Drehzahl ein in der Ampiltude kleineres Signal zu liefern - vermute ich.....

  • Quote

    Meine Vermutung ist überhitztes Getriebeöl, daß unter "Viskositätsverlust" leidet und sich einen Weg am Simmerring zum Wandler in die Freiheit findet.

    Das Getriebeöl wird gekühlt, das läuft so schnell nicht heiß, keine Sorge. Das muss auch noch in der Wüste einwandfrei funktionieren, sonst ist was faul ist System, 30 Grad sorgen da eher für leicht erhöhte Temperatur, aber sicher nicht für den Ausfall.

    Weißer Rauch deutet eher auf Wasser, als auf Öl hin. Hast du mal unters Auto geschaut?

    Mein Pielstab geht bis unten in die Ölwanne, hat eine Min-Max Anzeige - denk daran, dass der Motor bei der Messung laufen muss.



    Quote


    Die Gasanalge selbst kann als Usache vermutlich ausgeschlossen werden, der Fehler ist zu sehr auf geringe Drehzahl begrenzt.

    Das Gasanlage würde ich für die Fehlersuche als allererste Maßnahme abklemmen und nicht ausschließen :D

  • (...)

    In der Mittagshitze so um 30°C sollte es mindestens gewesen sein und nun leichte Steigung - natürlich mit Druck auf´s Pedal. Der Hänger ist für 100kmh zugelassen - alles OK. Klima kühlt den Innenraum - zu viert braucht man das auch ;)
    (...)

    In welchem Gang bist'de denn da gefahren? Hängerfahren heißt immer auch runterschalten...

  • Wenn das Getriebe durch hohe Last, bei geringer Drehzahl heiß wird, der Ölstand eventuell noch etwas hoch war, kann es schon vorkommen, dass über den Überlauf Öl rausgedrückt wird. Das sollte man aber auch an der erhöhten Kühlwassertemperatur erkennen können...


    Gruß


    Jürgen

  • ATF ist aromatisch - das erkennt man eigentlich am Geruch - und am Fahrzeugheck ;)


    Die Kühlwassertemperatur ist dabei tatsächlich etwas höher gewesen - der Wagen wurde belastet. Hinten habe ich verstärkte Federn montiert und 4 Noppengummis eingesetzt. Unbeladen ist der damit etwas hochbeinig, dennoch waren die Räder tief im Radkasten.


    Der Qualm - oder die deutliche Rauchspur - von verstäubtem oder verdampften ATF - konnte man sehr gut in den Rückspiegeln erkennen. Ich vermute ein Teil ist auf den Auspuff gekommen.


    Mit reduzierter Geschwindigkeit und kurzer Pause beim nächsten Rastplatz ging es dann mit auf 80kmh reduzierter Geschwindigkeit weiter. Testweises Beschleunigen auf >100kmh führte erneut zur Nebelbildung :):)


    Bei 80kmh und einen Gang runter klappte das dann, lediglich beim Anhalten mischten die ausfallenden Einspritzdüsen 1+4 kräftig mit. Den Motor ausschalten und neu starten half - solange man über 1000Umin blieb.


    Es gab ja auch nur eine Möglichkeit - Weiterfahren.


    Bei anderen Automaten habe ich das Verhalten bei Überhitzung kennengelernt, dann dichtete der Simmerring zum Wandler nicht und ATF spritzte heraus. Bei denen war zumeist eine Kuppung verschlissen, die das Öl übermäßig erwärmte. Ich bin mir nicht sicher, ob der Mercedes eine Brückungskupplung im Wandler hat, bzw. bemerke ich NICHT wie oder das diese funktioniert/einsetzt. Eigentlivch bin ich es "gewohnt" diese zu bemerken - normalerweise sackt die Drehzahl dabei etwas. Das meint - 5 x schalten + 1 ...


    Nach dem TÜV wechselte ich das ATF - nicht gespült, aber 2 x. Die Ölwanne war sauber - eher kein Abrieb und der Magnet war ebenso eher nicht belegt - ziemlich optimal. Mangels Peilsstab wurde etwas mehr Öl eingefüllt, als herausgenommen wurde.


    Hab nun einen China Peiler zu 3,65€ - aber noch nicht reingesteckt - gefällt mir irgendwie nicht. Muß mal zum Schrottplatz nach Alternativen Ausschau halten....


    Wenn das Getriebe überfüllt wäre, müßte das ja eigentlich im Vorfeld schonmal etwas gespuckt haben - tut´s ja nur bei sehr hohen Außentemperaturen und hoher Belastung. Bin nun testweise ca. 1tkm gefahren - alles gut - auch die Aussetzer im Leerlauf fangen sich und die Einspritzdüsen 1+4 bleiben aktiv. Eines ist sicher - an der Gasanlage kann es nicht liegen und liegt es nicht. Das ist gute polnische Qualität, kein Vergleich zu diesen billigen minderwertigen Kram wie zB, Prins. Zudem habe ich die selbst eingebaut und weiß was ich wie und wo gemacht habe. Zylinder 1+4 haben die gleichen Einspritzzeiten um nur 180° gedreht - das klärt der NW Sensor. Fehlt das NW Signal, stört das nicht. Hingegen liefert der KW Sensor den OT für 1+4 gleichzeitig - wenn da was nicht paßt - gibts keine Soße für den Motor auf diesen Kanälen - stelle ich mir so vor.


    Mal sehen - es war schon wirklich warm und es ging bergauf - mit Vollgas.....

  • Überschlage hält mal grob die Zuladung plus Stützlast, mit dem was erlaubt ist, dann sollte klar sein, weshalb der Hintern hängt.


    Hast Du beim Getriebeölwechsel auch das Öl aus dem Wandler abgelassen. Dein. Auto hat die entsprechende Ablassschraube. Eine Spülung ist daher unnötig.

    Ich verstehe nicht so ganz, wie man einen Ölwechsel ohne einen entsprechenden Peilstab machen kann...?

    Es wäre halt sinnvoll gewesen, den Chinapeilstab schon mal in die alte Plörre vor dem Wechsel zu hängen. Damit hätte man die Unwägbarkeit des Chinateils halbwegs ausschließen können. In Anbetracht der Umstände hätte ich das Chinateil zumindest jetzt mal reingesteckt, da Du ja jetzt weißt, dass definitiv überfüllt ist. Mal nen halben Liter rausnehmen, würde sicherlich die Qualmwolken unter Last egalisieren.


    Gruß


    Jürgen

  • Ich hatte keine LUST am Wandler rumzudrehen. In letzter Zeit muß ich zumindest für mich feststellen sind PKW nur noch blöde Karren - finde aktuell auch exakt KEINE Karre die mich anspricht. Dieses ewige Ölgeschmiere geht mir eigentlich nur noch auf den Sack. Eigentlich wollte ich dieses Jahr mit den Verbrennern abgeschlossen haben, aber mangels kaufbarer interessanter Elektro PKW halt noch mindestens ein Jahr Gespiel an Dreckskarren....



    Ein Ölwechsel ohne Peilstab ist einfach - entnommene Menge messen und gleiche mit frischem auffüllen. Hab da halt beim 2.mal etwas mehr reingetan ;)


    Irgendwann werde ich den Peilstab mal benutzen - momentan läuft der ja "wieder" problemlos ;)



    Das mit der Zuladung ist ein Dilemma - je neuer der PKW, desto geringer ist diese. Manchmal frage ich mich, was man mit solch Krücken soll.

  • Mit Vollgas den Berg rauf ist doch Quatsch, da schaltet man vorher runter und fährt kurzzeitig ggf. 20 km/h langsamer.


    Manche haben eben mehr Talent zum Autofahren, andere weniger.