Der Vivianitgrüne

  • 3 in 1von Brontho-Korux ist ja kein Decklack für eine Sichtlackierung. Der wird nie so glatt und eine Tiefenglanz, wie ein herkömmlichen Decklack erreichen. Das ist eher was für Maschinen, oder Fahrzeugchassisbereiche. Rauhe Struktur hat nix mit der Temperatur, sondern eher mit der Viskosität zu tun. Bei kälteren Temperaturen hat man eher Probleme dass der Lack schlecht ablüftet dadurch der Trocknungsprozess verlangsamt wird, was dazu führt, dass eine beim Auftrag noch gleichmäßige Oberflächestruktur, nicht schnell genug ablüftet, und dann auf einmal absackt, ähnlich einem Läufer, wenn zu viel Farbe aufgetragen wurde.

    Draußen lackieren ist eigentlich das beste überhaupt, weil Lacknebel schnell abzieht und die Beleuchtung optimal ist...

    Hab schon mit einer einfachen Baumarktpistole im Freien, perfekte Lackierungen hinbekommen.

    Im Sommer, bei strömendem Regen, das Auto in der Halle abgeklebt und vorbereitet. Nach dem Regenschauer kam die Sonne raus... Aller Staub und Pollen waren durch den Regen gebunden. Auto raus ins Freie geschoben und bei perfekten Bedingen komplett durchlackiert. Ein Bekannter Lackierer kam ein paar Tage später durch Zufall vorbei, als ich beim Zusammenbau war.. Der konnte nicht glauben, dass ich im Freien, mit einer Lumpigen 30,-DM - Baumarktpistole so nen makellosen Lack auf das Auto gezaubert habe. Da hat halt einfach alles perfekt gepasst. Das war ein Glücksgriff. Perfekte Viskosität, Sichtverhältnisse, und Bedingungen und etwas Glück... Damals hatte ich noch nicht viel Erfahrung... Da will ich definitiv nicht von Können reden... 😜🤣.


    Gruß


    Jürgen


  • Das ist natürlich elegant, bei mir in der Nähe gibts nur Prosol. Falls die überhaupt Autolack haben (Fokus scheint eher Malerbedarf zu sein) dann Sikkens / AkzoNobel.

    Aber wegen Schleifmittel werde ich da mal vorbei schauen.


    Gruß

    Holger

  • Endlich die finalen Teile lackiert... War schon ein Kampf. Alleine die Abkleberei hat fast 7h gedauert. Das Lackieren, mit Hinternissen und Pistole reinigen, aber dann auch nochmal 3,5h🙈






    Beim lackieren der Fahrerseite habe ich letztens die hintere Türe seperat lackiert, weil es für mich einfacher war, die so abzukleben. Leider war die Beleuchtung so schlecht beim lackieren, dass ich nicht bemerkt habe, dass sich Wolken und striemen im Lack gebildet haben. Bei besserem Licht kann man das aus bestimmten Blickwinkeln erkennen. Wenn man direkt frontal drauf schaut, sieht man nix davon.



    Eingebaut sieht man aber auch dass die Farbe zur Fahrertür hin nicht satt deckt, während der Übergang zum Seitenteil hinten passt:



    Also hieß es nun, diese nochmals zu lackieren. Das scheint geglückt zu sein... :




    Wer aber meint, es ist bei der Aktion alles glatt gelaufen, der irrt.


    Im Eifer des Gefechts bin ich mit dem Druckluftschlauch im frischen Basislack der Beifahrertür hängen geblieben... 😱


    Hab den Basislack, nachdem er abgelüftet hatte, erst mal vorsichtig mit Wasserschleifpapier die Schadstellen wieder bis auf den Füller ausgeschliffen... - da lagen die Nerven bei der Aktion dann etwas blank... War mir auch unsicher, ob das so funktioniert. Hab das im Eifer des Gefechts erst fotographisch festgehalten, als der Schaden schon ausgeschliffen und die erste Schicht Basislack das Schlimmste schon wieder bedeckt hat:



    Hab den Basislack mit der kleinen Minijet-Pistole, ähnlich wie bei Smart-Repair in mehreren Schichten ausgenebelt, bis man nichts mehr davon sah... :



    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Hab hier ganz unterschlagen, dass ich letztes WE schon die Kunststoffteile und Stoßstangen lackiert habe.









    Bin schon auf den Zusammenbau gespannt. Eigentlich hatte ich ja gehofft die Lackierung bis Weihnachten locker über die Bühne zu bekommen. Inzwischen bin ich froh, dass ich es noch 2023 erledigt habe... 😜


    Gruß


    Jürgen

  • Sehr schön Jürgen, :thumbup:den würde ich dir jetzt sofort abkaufen! xD

    Das mit dem Luftschlauch ist wirklich ärgerlich, aber im Ende doch noch gerettet. :biceps:

  • Bei der Arbeitszeit, die da drin steckt, müsste ich 15k€ dafür aufrufen, wenn ich halbwegs auf Null rauskommen wollte. Nur Lackiermaterial waren das ja schon knapp 600,-€, neue Kupplung, neuer Himmel, neue Hinterachse, neue Vorderachse, neue Reifen, neue Scheinwerfer, neue Heckklappe, viele Kleinteile und ne Menge Arbeitszeit. Und das, bei ner sehr rostarmen Ausgangsbasis. Türen, Kotflügel hatten nur minimale Rostansätze und sind original, ab Werk.

    Das Auto wurde ja nicht lackiert wegen Rostproblemen, sondern wegen Neidkratzern, vielen Lackstiftschmierereien vom Vorbesitzer und Gebrauchsspuren, die nach 335tkm nicht aus bleiben. Rentabel wird das nie... Das habe ich letztlich für mich selbst gemacht. Bis auf Bremsleitung über der HA, die Kupplung und die Spurstange vorne, war eigentlich nichts akut. Man hätte das Auto ohne Probleme nach der Reparatur weiter fahren können... Nur ließ das der innere Monk nicht zu... 😱🙈🤭.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Der Zusammenbau zieht sich... Zerlegen, putzen, Sitze neu aufpolstern, etwas neue Sonderausstattung, wie Bose, originaler Kabelsatz für die AHK... Nachdem der innenraum so schön leer ist kann man auch gleich mal ordentlich dämmen und etwas Alubutyl verbauen.


    Leergeräumt:



    Erste Schritte in Alubutyl:



    So sieht die Fahrerseite final aus:



    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Ich hätte wohl auch Alubutyl nehmen sollen....

    Bei mir ist hinter den Verkleidungen (Kombi) im Zusammenhang mit Nachrüstungen (u. a. Bose) sehr viel zusätzliche Dämmwolle dazugekommen.

    Wurde sehr schön leise, auch bei Regen.

    Aber.... Jetzt gab es eine längere Nutzungspause und Mäuse sind eingezogen.

    Ich hab noch nicht raus, wo der Eingang ist. Aber die Dämmwolle wurde von den Bewohnern abgetragen, im Bereich ZV-Pumpe großzügig aufgeschichtet und damit eine Heinmstatt errichtet.

    Vollgesch. und bepi...

    Echt eklig, ich werde wohl alles Dämmmaterial entfernen und die Verkleidungen selbst gründlich reinigen müssen um den Gestank wieder loszuwerden.

    Gruß

    Pendlerrad

  • Den Gestank von den Viechern wieder aus dem Auto zu bekommen ist ne harte Nummer...

    Hatte sowas mal an nem 123er... Da habe ich selbst den Innenraum mit nen Heißwasserdampfstrahler rausgedampft... Selbst in den Hohlräumen haben die Viecher ihren Dreck verteilt... 🙈😱


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97