Politik-Diskussionsthread

  • Die Krise in einigen Euro-Staaten hat zu einer beispiellosen Flut von billigem Geld geführt.


    Deutschland alleine spart durch niedrige Zinsen auf seine riesigen, selbstgemachten Schulden rund 60 Milliarden Euro in weniger als 5 Jahren. Ähm?? Noch nie gehört ? Sicher vor allem von den Rattenfängern der AfD noch nie.


    Das Risiko, daß die Länder Italien, Spanien, Portugal oder Irland pleite gehen und daurch Bürgschaften von Deutschland in Höhe von 3-400 Milliarden Euro fällig werden- wie groß ist und war es denn je ?
    Nach der AfD enorm, fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Demnächst, oder halt überdemnächst. Auf jeden Fall ...ähmm..


    Leute, warum lasst ihr das Sandmännchen schon morgens vor dem Aufstehen einstreuen ? Nicht mal Griechenland geht pleite,und wenn die einen Schuldenschnitt kriegen und uns das 15 Milliarden kostet-- zieht es einfach vom Zinsgewinn ab. Nur um sicher zu gehen daß ihr richtig rechnet: 60 minus 15 = 45. Immer noch ein dickes Plus.


    Das Risiko ist NULL.


    Rattenfänger arbeiten immer so. Und es gibt immer welche die sich nicht wirklich auskennen und hereinfallen.

  • old man :


    Bist du Politiker??
    Denn nur die rechnen so, daß sie meinen, sie hätten "gespart", wenn sie weniger Zinsen zu entrichten hätten oder wegen niedriger Zinsen weniger Neuschulden machen müßten...
    Sorry, aber in Sachen Finanzen vertraue ich Wirtschaftswissenschaftlern und -experten mehr als Lehrern, Anwälten, Beamten und Pastoren... :rolleyes:
    Selbst wenn diese manchmal daneben liegen.



    Aber nochmal zum Thema "Geld, Schulden und Zinsen":
    Was ist denn der Zins? Er ist der Preis des Geldes. Oder auch dessen Wert. Ist der Zins im tiefsten Keller, ist das Geld wertlos. Schmeiß ich mehr Geld auf den Markt, als Wirtschaftleistung möglich ist, ist zuviel Geld da. Und wenn ich von Etwas zuviel habe, ist es weniger wertvoll. Das führt dazu, daß Waren sich überproportional verteuert. Das nennt man "Inflation". Der Einzige, der davon profitiert, ist der Schuldner. Sonst aber niemand. Und wenn ich daran bemesse, ob ein Land seine Schulden zurückzahlen kann, nur weil das Geld keinen Wert mehr hat, bewege ich mich auf dünnem... auf SEHR dünnem Eis. Das macht zur Zeit Mario Dragi. Er pumpt und pumpt Geld in den Markt ohne Rücksicht auf Verluste. Um damit die Südländer zu stützen, die eigentlich schon längst abgesoffen sind. Der Patient liegt auf der Intensivstation und wird künstlich beatmet. Dreht Dragi den Geldhahn zu, ist das zu vergleichen mit dem Abschalten der lebenserhaltenden Geräte... Aber ich bin Dragi nicht böse, er ist "Südländer", die wissen's halt nicht besser - siehe den Wert der Lire und Drachme vor dem Euro. Und daß das Ganze noch nicht kollabiert ist, liegt nur daran, daß die USA so bescheuert sind und dasselbe tun. Wir werten schleichend, aber konsequent ab. Deswegen dreht sich das Rad überhaupt noch und die Politakrobaten in aller Welt halten die Luft an, daß das gut geht und sich von alleine wieder geraderückt... bis irgend Jemand kommt und sein Pfand einlösen will :D


    Und so jemand kommt, früher oder später. Das es solche Leute gibt, hat doch die Geschichte gezeigt. Ich sage nur "Charles de Gaulle und der Goldstandart". Oder der Beginn der ganzen Krise. Da haben Banken jahrelang mit Dingen gehandelt, die es nicht gab mit Geld, was es ebenfalls nicht gab. Es wurden für Milliarden und Abermilliarden Luftschlösser hin- und hergeschachert. Und dann kam irgendwann mal so ein "Idiot", der wollte in sein Luftschloß einziehen - Bumms, war die Blase geplatzt.




    So, und damit jetzt nicht gleich der Vorwurf kommt, ich würde auch nur auf dem einen Thema herumreiten wie die AfD: Ja sicher besteht Politik aus weit mehr wie nur Finanzen, aber eine gesunde Finanzlage ist die Grundlage einer jeden funktionierenden Wirtschaft. Und eine gesunde Wirtschaft ist die Grundlage für das Wohlergehen eines Landes. Und DAS wiederum ist die Grundlage für die ganzen Füllhörner von Wohltaten für die Bevölkerung, die immer und immer wieder gefordert werden und vor den Wahlen auch reichlichst versprochen werden, immer und immer wieder... :rolleyes:



    Aber ich muß feststellen, daß die Anti-AfD-Propaganda der "etablierten" Parteien gewirkt hat. Denn die hatten tierisch Bammel vor der AfD. Ich frage mich, warum? Ist doch nur eine kleine Partei, die mit nur einem Thema aufwarten kann. Ein Haufen Spinner, sonst nix... Warum hat man die besonders scharf denuziert?


    Diese Antwort möge sich jeder selbst geben...





    Gruß Torsten

  • Ich finde es schade, dass die AfD nicht in den Bundestag eingezogen ist.
    Ich möchte diese auch nicht als stärkste Fraktion sehen, aber sie hätten in der Eurofrage sicher frischen Wind hinein gebracht.
    Merkels "alternativlose" Linie, die ansonsten von allen anderen Parteien mehr oder weniger (die Linken wollen gerne noch etwas mehr Geld Richtung Süden transferieren) geteilt wird, ist sicherlich nicht so alternativlos wie dargestellt. Dabei muss nicht gleich der Euroaustritt erfolgen, aber so weitermachen wie bislang ... das wird einfach nicht funktionieren.


    Wir haben eine massive Schieflage im Euroraum, die sich immer weiter zuspitzt. Es kann nicht auf Dauer funktionieren, dass gewisse Länder gegenüber anderen Ländern auf Pump leben. Früher wurde einfach entsprechende Währung abgewertet, was unter dem Strich nichts anderes war, als den Menschen in diesem Land in den Geldbeutel zu greifen. Heute funktioniert das nicht mehr so einfach (wie man sieht). Ein Schuldenschnitt für Griechenland wäre sicherlich noch irgendwo zu stemmen. Spanien, Italien und Co. aber nicht mehr. Und bei denen sind die selben strukturellen Probleme vorhanden. Nicht ganz so schlimm, aber auch da platzt die Blase irgendwann. Und dann sprechen wir nicht mehr über eine zweistellige Zahl an Milliarden Euro.
    Vergleichen kann man das immer schön innerdeutsch. Auch dort gibt es schieflagen, die natürlich nicht durch Währungsanpassungen ausgeglichen werden, dafür durch massive Transferzahlungen. Dabei denkt jeder immer gerne schnell an den Länderfinanzausgleich, aber der ist nur die Spitze des Eisbergs. Der ist Peanuts gegenüber den Sozialversicherungen. Darüber werden innerhalb Deutschlands sehr viele Milliarden verschoben.
    Am Ende bleibt in einer solchen Währungsunion nur die Frage, ob man weiter auseinander gehen möchte oder weiter zusammen. Letzteres bedeutet massive Transferleistungen. So weiter machen wie bislang, wird nur eines Tages die Blase platzen lassen und dann wird es richtig bitter!


    Die USA haben sicher ein ähnliches Problem, können aber im Gegensatz zu einzelnen Eurostaaten das Mittel der Entwertung der eigenen Währung durchaus nutzen. Nicht schön, aber möglich.


    Ansonsten zum billigen Geld: Sicherlich nett, dass der deutsche Staat ein wenig Geld spart, aber an vielen anderen Stellen für den Bürger auch ein echtes Problem. Die private Rentenvorsorge z.B. liegt am Boden und es ist nicht absehbar, ob an der Stelle nicht wenigstens ein Inflationsausgleich in Zukunft drin ist. Das kostet den deutschen Michel weitaus mehr Geld, als das bischen, was der Staat an Zinsen spart. Billiges Geld nutzt immer nur den Schuldnern und schadet denen, die es bezahlen. Am Ende wird es wer bezahlen.


    gruss

    C220CDI, BJ2000, produzierte auf gut 110tkm 17 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?
    C250CDI, BJ2010, produzierte auf gut 80tkm 16 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?

  • Nun, wenn ich,Du oder der Staat weniger Zinsen für unsere Schulden bezahlen müssen haben wir im Vergleich zu vorher gespart. Was denn sonst ? Deutschland und viele andere Länder haben sehr viel gespart. Ohne diese Zinssenkung hätte das so hoch gelobte Deutschland Probleme mit den Maastricht-Kriterien.


    Warum ist das Geld wertlos wenn der Zinsen im Keller ist? Kann man dann dafür kein Brot, Auto, Haus oder sonst was mehr kaufen ?
    Wo spürst Du denn Inflation ? Sind die Reifen um 20% im Preis gestiegen deshalb ?
    Es gibt bis dato keine erhöhte Inflation . Und wer sie prophezeit muß nicht Recht bekommen. Aber sicher bekommt er die Aufmerksamkeit und Zustimmung derer die sich nicht auskennen und um ihr Geld fürchten. Der Schuldenstand des Bundes ist gewaltig gestiegen.Seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2007 Warum ? Euro ? Quatsch. Wegen unglaublich fahrlässig agierenden Banken. Und ob die ihren Mist in Euro, Dollar, D-Mark oder Drachme machen ist gleichgültig. Sie müssen mit riesigen Summen gerettet werden damit nicht die ganze Volkswirtschaft zum Erliegen kommt. Wo ist hier das Euro-spezifische Element.


    Und nun zur Geldpumpe Mario Draghi. Hast Du eigentlich eine Ahnung wem das Geld der EZB zur Verfügung gestellt wird ? Und was der Hintergrund ist ? Nein, hast Du nicht.
    Sonst würdest Du Liquiditätshilfen für überschuldete europäische, also auch einige deutsche, Banken und Haushaltssorgen einiger Euro-Länder nicht verwechseln.
    In dem Zusammenhanf mal ne Zahl: Die Rettung der HypoReal Estate Bank hat den deutschen Steuerzahler echt was gekostet. Echte, harte bare 40 Milliarden Euro. Im Gegensatz eben zu den Ländern wie Griechenland, Spanien, Portugal und Irland. Die könnten uns in einem mehr als unwahrscheinlichen Fall Geld kosten. Die könnten, die Hypo hat. Das ist ein Unterschied.


    Und wenn Du lieber dem Sachverstand von Wissenschaftlern vertraust, bitte. Ich traue nicht mal denen. Herr Hans Werner Sinn als durchaus renommierter Mann kann noch nicht mal richtig verstehen was Target-Salden sind.Warnt aber deshalb vor dem Euro als Grab der Deutschen. Irgendwie schon bedenklich wenn man als anerkannnter Experte einen Mechanismus der Zahlungsabwicklung nicht versteht und meint offene Targetsalden wären im Pleitefall offene Forderungen des Gläubigers Deutschland.


    Und natürlich ist billiges Geld für den Staat und niedrige Zinsen für den Anleger eine schleichende Umverteilung oder Enteignung. Nur muß man schonn klar sagen weswegen der Staat Schulden hatund daher das Geld von Anlegern, Bürgern braucht( und jetzt durch zu niedrige Zinsen sich saniert und den Anleger schädigt) Nicht wegen dem Euro oder den Euro-Ländern in Krise. Das entbehrt einfach jeder faktischen Grundlage. Die deutschen Schulden sind hausgemacht. An der Eurokrise wurde bislang nur verdient, für die Bankenkrise viel bezahlt.


    Aber das ist ja die Krux: Zwei ganz verschiedene Dinge ereignen sich ungefähr zeitgleich. Da ist es leicht für Demagogen die Verwirrung für ihr Süppchen zu nutzen.


    Die AfD -Leute sind Demagogen. Anscheinend bist Du ein Opfervon Ihnen.

  • old man :


    Hab ich irgendwo geschrieben, daß der Euro als Währung Schuld hat?
    Es ist das, was daraus gemacht wird. Und ja, es sind in erster Linie die Banken gewesen. Aber halt auch die Südstaaten, die weit über ihre Verhältnisse gelebt haben und das einfach nicht aufgeben wollen. Und ja, auch Deutschland hat auch gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen, aber eben nicht immer und immer wieder und hat auch nicht obendrein mit gefakten Bilanzen dafür gesorgt, daß die Verstöße kleiner aussahen, als sie in Wirklichkeit waren. Ich gehe sogar noch weiter: Die belügen und betrügen uns nach wie vor und werden das auch in Zukunft tun. Weil sie keinerlei Interesse daran zeigen, diesen Umstand zu ändern. Ganz im Vertrauen: Wenn ich in deren Lage wäre, würde ich wohl nicht anders tun... Ich kann den größten Bockmist bauen und die Zeche zahlt ein Anderer - IT'S PARTYTIME 8o


    Dasselbe gilt für die Banken. Da erzählen die der Regierung, sie wären Systemrelevant, lassen sich "retten" und wenn dann die Kohle geflossen ist, klagen die Manager noch auf fette Boni. Ja gehts denn noch? Auf jedenfall gehts nicht dreister, oder? Ich als Staat hätte keine dieser Banken gerettet - KEINE EINZIGE! Ich hätte "das System" von den Banken abgekoppelt und die Banken sauber vor die Konkurswand klatschen lassen. Jede Einzelne! Das wäre unter'm Strich billiger gewesen und eine Lehre für überhebliche Manager a la Ackermann und Nonnenmacher. Denn auch hier gilt wie bei den Südstaaten: Und täglich grüßt das Murmeltier.


    Du sagst, daß bislang noch kein großartiges Geld in die betreffenden Länder geflossen ist und auch nicht fließen wird. Na hoffentlich behälst du recht. Ich hoffe das wirklich! Hoffentlich kommt alles so, wie du sagst, das wäre wirklich das Beste für Europa und der Wirtschaft. Allerdings sind in den letzten 5 Jahren alle von den sog. Demagogen befürchteten Katastrophen nicht nur eingetreten, sondern sogar übertroffen worden, bis auf die Letzte: Es war noch keiner da, der sein Pfand einlösen wollte (Querverweis auf meinen vorherigen Beitrag). Und hoffen wir imständig (!!!!) daß dieser Jemand nie, nie, nie aufkreuzt...


    Rettungspakete über Rettungspakete, alle einmalig (ja neee, is klar) und die Kuh will einfach nicht vom Eis. Schon komisch. Ich behaupte weiterhin, daß wir bis Heute noch nicht mal annähernd 10% des gesamten Desasters mit unserer Gemeinschaftwährung erlebt haben


    Nein, ich bleibe dabei: Entweder ändert sich hier was grundlegend oder wir retten noch 20 Jahre lang den Euro. Oder machen vorher selbst schlapp. Und deswegen AfD. Nicht um die Währung zu kippen. Sondern um sie auf stabile Füße zu stellen. Oder notfalls auszusteigen, sollte das mit den Füßen nicht klappen. Ist reiner Selbsterhaltungstrieb. Von den etablierten Parteien erwarte ich diesbezüglich garnix. Die liefern eher die Völker Europas an's Messer als zuzugeben, daß der Euro sich zum Desaster entwickelt hat und sie darüber ihr Gesicht verlieren würden.



    Übrigens sind das alles keine Erkenntnisse der letzten 5 Monate, seit es die AfD gibt. Die sind schon seit Jahren bekannt. Und seit Jahren hören wir immer die gleiche Leier der Regierung: "Nur noch dieses eine Mal, nur noch diese eine Bank, nur noch dieses Eine, dieses allerletzte Rettungspaket, dann wird Alles gut!" Daß es in Deutschland momentan so gut läuft, ist fein, aber keine Garantie dafür, daß es ewig so weitergeht. Auch wenn Manche das da liebend gerne hinein interpretieren: "Ist doch alles Schick, was wollt ihr denn?" Erinnert an das Augen zumachen, um eine schreckliche Tat ungeschehen zu machen... :rolleyes:




    Julian : Danke :)




    Gruß Torsten

  • Wenn eine Bank pleite geht werden uerst einmal alle von der Bank vergebenen Kredite fällig. Sofort.


    Da muß dann jeder, vom Kioskbesitzer über den Mittelständler mit 100 Leuten bis zum Großbetrieb oder jeder mit enem Baukredit erstmal ran und zurückzahlen. Oder halt selber gleich Insolvenz beantragen. Was dann wiederum die trifft, die vom demjenigen noch Geld bekommen zu haben. Was dann dazu daß der dann auch wieder seine Verbindlichkeiten nicht bedienen kann.
    nleger verloren
    In anderen Worten: Eine mittelgroße Bank geht ja noch, wenn aber gleich mehreren banken die Kohl ausgeht und wenn gleich mehrere Pensionfonds und Lebenversicherungsgesellschaften in die Knie gehen und das meiste Geld der Anleger dann futsch ist hat das kolossale Auswirkungen über die man sich mal Gedanken machen sollte bevor man Bankenrettung ablehnt.


    Der sog. Schwarze Freitag von 1929 war so ein Auslöser, und die Konseqenzen, bis hin zu Hitler, sind glücklicherweise nicht von allen vergessen. Und so hat man sich , sehr richtig, zähneknirschend dazu entschlossen lieber dem Staat Schulden aufzuladen damit das Rad sich weiter dreht. Darum geht es nähmlich: Stillstand der Weltwirtschaft.


    Das Eigenkapital der Banken das bei einer Pleite verloren gewesen wäre ist minimal, nicht mal 10%. 90% sind Anleger-Geld.


    Um in der Zukunft ähnliche Wildwüchse zu verhindern oder wenigsten stark zu begrenzen wird derzeit eine europäische Bankenaufsicht unter der Führung der EZB erarbeitet.


    Soviel zur Sache. Aus Schaden wird man klüger. Und der kleine Mann muß auch etwas lernen : Fette Zinsen sind ohne Risiko nicht zu bekommen.Fett ist mehr als 1 % über den Inflation.


    Und es ist wirklich nicht wahr daß alle Parteien und Politiker das ganze Thema gerne unter den Tisch kehren würden. Es ist seit Jahren in allen Medien. Im Wahlkampf hat es keine Rolle gespielt. Warum? Angst.
    Angst daß die etwas komplizierte Materie nicht ankommt beim Wähler. Und dazu einfach der Fakt daß sowohl bei CDU, SPD, FDP und den Grünen durchaus ein Konsens besteht wie im höheren Interesse vorgegangen werden muß. Da gibts zu wenig unterschiedliche Meinungen und unterschiedliche Lösungsansätze. Mit dem Thema können sich nur radikal Andersdenkende wie die Linke oder eben Populisten, die die Hälfte der Wahrheit weglassen, profilieren.

  • Mir ist bekannt, was passiert, wenn eine Bank pleite geht.
    Deswegen schrieb ich ja "Retten wir das Sytem (also die Kreditnehmer) und lassen die Zockerbank über die Wupper gehen." Das wäre einmal unbequem geworden und hätte auch Geld gekostet, aber dann wäre der Sack zu gewesen. Lieber gebe ich als Staat der Realwirtschaft das verlorene Geld direkt, als ein Faß ohne Boden durchzufüttern - das dann noch nicht mal den Anstand besitzt, sich wenigstens danach dementsprechend zu verhalten. Undurchführbar? Zu komplex? Glaub ich nicht. Auch wenn ich nicht zu sagen vermag, wie sowas im Detail funktionieren kann. Aber wenn ich sehe, wie schnell die ganze Staaten und Wirtschaftssysteme retten können, ist das wohl erst recht möglich.


    Aber da kommt leider der ganze Korruptionssumpf und Lobbyismus zum Tragen. Ein Ackermann sagt Mutti, was sie gefälligst zu tun und zu lassen hat und Mutti folgt devot. "Überr'n Tisch gezogen? Nein, nein, die ist da frreiwillig drüberg'rrutscht!"




    Ja wenn es denn so gewesen wäre, daß der Staat "zähneknirschend" das Geld zur Verfügung gestellt hat um Banken und parallel dazu auch noch ganze Länder zu retten, damit's weiter geht, damit hätte ich mich ja noch arrangieren können. Aber was ist daraus geworden? Die Kohle wurde nur allzu willig angenommen, ja regelrecht aufgesogen und es wurde gerade so weitergemacht wie zuvor. Gewinne wurden und werden privatisiert und Verluste sozialisiert. Die Party geht weiter. Bei den Banken wie bei den Südländern.


    Die wollen nur kassieren und feiern! Neue Munition zum sinnlos verballern! Hurra, was kost die Welt. Anderer Leute Kohle verpulvern macht einen Heidenspaß und unter der Droge "Eurorettungsschirm" ist's gerade nochmal so schön :thumbsup:



    Daß es einzelne Politiker gibt, die das kritisch beaugapfeln, davon hab ich auch gehört. Allerdings werden die meist zimlich schnell auf Linie gebracht. Notfalls bekommen sie von Mutti ihr "vollstes Vertrauen" ausgesprochen und vorbei ist's mit der schönen Politkarriere...


    "Alternativlos" nennt Mutti das - und die AfD wird als "...die Hälfte-weglassende-Populisten" bezeichnet, die uns "Sand in die Augen streuen"?
    Ich frage mich, WER hier die wahren Populisten, Demagogen und Rattenfänger sind, wenn ich die Ereignisse der letzten Jahre revue passieren lasse.



    Aber "alles ist fein! Es ist nix passiert! Uns geht es gut! Hat einer die Bankenkrise 2008 am eigenen Körper gespürt? Keiner, gell?"


    Meine Großeltern haben die Krise 1929 auch nicht selbst zu spüren bekommen. Es war wie immer. Keine unmittelbare Veränderung. Es gab 3 Mahlzeiten am Tag, ein Jeder ging seiner Arbeit nach, ja mein Großvater war selbstständig mit eigenem, gut gehenden Handwerksbetrieb - und daß sich die politische Großwetterlage änderte, zeigte sich auch erst Jahre später und wurde nicht mit der Krise in Verbindung gebracht.




    Gruß Torsten

  • @ Torsten :) ..... ^^


    Hmmmm, schon geht es übrigens los, das erste ( ! ) "Wahlversprechen"
    der Merkel-Truppe wird wohl "fallen" .... Steuererhöhungen nun möglich ... :whistling:
    Aus Koalitionsgründen wohl LEIDER nicht anders machbar, ne is klar :thumbup:


    Gruß Thomas


    Der nach wie vor enttäuscht über das Abschneiden der AfD ist.
    ( Sandmännchenpartei ? .... der ist gut old man bzw. schau ma mal )

  • AMG-Chico :
    Wer die Nachrichten der letzten Wochen und Monaten verfolgt hat, dem war sonnenklar, daß das so kommen wird. Denn daß unser geliebtes Europa noch vieeeeeel mehr Geld brauchen wird, war bekannt. Neben all den anderen politischen Baustellen, die es noch so gibt. Mich wundert nur, daß das jetzt schon publik wurde, es ist ja noch nicht mal eine Regierungskoalition gebildet.


    Und wen das wieder mal treffen wird, ist doch auch allen klar: Die Mitte der Gesellschaft. Denn die trifft es IMMER. Entweder ausschließlich oder halt AUCH (z.B. bei der MWSt)
    Und warte mal ab: die berühmten 100 Tage sind noch nicht vorbei, haben wir auch die PKW-Maut, und zwar OHNE eine sonstige Entlastung. Im Gegenteil, um die Maut zu finanzieren, wird dann wohl leider die KFZ-Steuer angehoben werden müssen... ich würde da glatt drauf wetten :D


    Let's Rock'nRoll :thumbsup:




    Mal angenommen, die AfD hätte es tatsächlich mit über 10% in den Bundestag geschafft, ja vielleicht sogar mit 15% - nur mal angenommen - was wäre dann passiert? Auf alle Fälle nicht das "Endzeitszenario", daß manche predigen. Denn die Alteingesessenen wären ja immer noch da gewesen, die CDU, die SPD, die Grünen, die Linken... unsere Bundesmuttikanzlerin... Glaubt denn hier wirklich einer, daß ab sofort ein radikaler Kurswechsel in Sachen Euro und Europa stattgefunden hätte? Hätte es nicht, denn alle Gesetze, Beschlüsse usw. werden nicht einfach so von einer Partei gefasst, da rühren alle Parteien drin herum, die Opposition kann sie im Bundesrat noch kippen und in die zweite Runde schicken...


    Aber die AfD wäre eine Kraft gewesen, die in der heutigen Parteienlandschaft komplett fehlt: Eine, die sich mit Wirtschaft auskennt und dafür KEINE Berater (Einflüsterer) braucht. Eine, die sagt, daß man ruhig mal genauer hinsehen soll, was da passiert. Genauso wie wir die Linken brauchen, die wenigstens halbwegs ein Auge auf die Belange des "kleinen Mannes" hat, der üblicherweise über keine Lobby verfügt. Nur weil wir die Linken im Bundestag haben, ist die BRD deswegen noch lange nicht kommunistisch, was uns seinerzeit auch als "Horrorszenario" vekauft wurde (dreimal dürf ihr raten, wer der "Verkäufer" war. Ich sag nur Gerhard S.)



    Gerade in der neuen "Wirtschaftwoche" ist ein Artikel, der sich damit befasst, daß Wirtschaftskompetenz in der Parteienlandschaft komplett fehlt. Da ging's jetzt speziell um das nahezu völlige Fehlen von Mittelstands-Unternehmer. Und AUCH deswegen würden immer wieder komplett unsinnige Gesetze erlassen, die den Mittelstand unnötig belasten, weil die Politiker zu 99% KEINE AHNUNG haben, was sie dort beschlossen haben. Ein Gesetzesentwurf vor ein paar Jahren Jahre zur Energie - ich weiß jetzt nicht mehr, um was es da genau ging, aber es ging um Energiepreise - wurde seinerzeit deswegen unrühmlich bekannt, weil herauskam, daß er WORT für WORT von einem EON-Papier übernommen wurde. Man hatte da in einem (sehr kurzen) lichten Moment erkannt, daß man davon keine Ahnung hat und hat sich die Fachkompetenz von außen geholt... (Pause...) VON EINEM ENERGIERIESEN! :assi:


    Wieviele Gesetze und Gesetzesentwürfe haben unsere Bundespräsidenten oder der werte Herr Andreas Vosskuhle und seinen Mannen zurückpfeifen müssen, weil sie schlichtweg dummes Zeug waren? Sind's 10? 15? oder gar noch mehr? :rolleyes:




    Gruß Torsten

  • Bzgl. Autobahnmaut wundere ich mich übrigens nach wie vor,
    wie man auch nur eine Sekunde daran zweifeln kann, das eine
    Autobahngebühr auch für PKW`s definitiv kommen wird ( muss ! )
    Die Mautbrücken wurden doch schon bei der Planungsphase ( mit
    Sicherheit ) als kommende "Einnahmequelle" mit dem berechneten
    Durchschnittsverkehrsaufkommen ( ALLER FZG. ! ) kalkuliert.
    Logisch eigentlich, da die investierten Euronen ja wieder "rein"
    kommen müssen. Welche Partei das Thema dann zur jeweiligen
    Zeit auch durchzieht, ist dann eigentlich nur noch Nebensache.


    Gründe für irgendwelche zusätzlichen Belastungen der normalen
    Mittelschicht hat es schon immer genügend gegeben und das wird
    auch in Zukunft defintiv so bleiben. Schwarzseher, Negativmensch,
    Dauernörgler .... sehe ich ( Gott sei Dank ) ein wenig ganz anders ...
    Denn Verar..... kann ich mich immer noch selber gut genung. Einfach
    mal alle Sinne auf "Empfang" und sich nicht von der Allgemeinheit in
    allen Dingen mitziehen lassen. Irgendwann sollte es man dann AUFWACHEN :rolleyes:


    Ob AfD, FDP oder andere Parteien die es nicht geschafft haben ( 5% Hürde ),
    eigentlich hat jede Partei eine "Berechtigung" ( solange sie nicht gegen das
    Grundgesetz der BRD verstößt ) im Bundestag vertreten zu sein. Demokratie
    lebt auch von anderen Meinungen, Diskussionen und Kompromissen anderer.


    So, jetzt hat die NSA mal wieder was aus Germany zu lesen :police:


    Gruß Tom ( Thomas )