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Stefan M.

DCCCXXX

  • »Stefan M.« ist männlich
  • »Stefan M.« ist der Autor dieses Themas

Registrierungsdatum: 28. September 2005

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1

Samstag, 7. April 2018, 14:47

Autopflege für mittelanspruchsvolle und mittelbegabte Pfleger - Beispiel

Hallo,
nachdem mein "Sorgenkind" nunmehr ziemlich gut läuft und neuen TÜV ("ohne Mangel") hat, hat er sich eine Pflege verdient.
Die Räder kamen anfangs der Woche bereits drauf, die wurden mit Alu-Teufel Spezial gereinigt und waren noch recht sauber.
Heute also den Rest des Wagens gepflegt.
Mittelanspruchsvoll, weil ich die beinahe religiöse Lackpflege der Freaks übertrieben finde bzw. man sich damit den Spaß an einem Alltagsauto bei der normalen Nutzung verdirbt.
Erster Schritt: Waschstraße (würde ein Lackfreak nie machen!).
Dann Auto mit Knete (Reinigungsknete von RotWeiss) und einem Gemisch aus destilliertem Wasser, Sonax Detailler und Sprühwachs von RotWeiss abgeknetet (dieser Schritt ist wirklich sinnvoll. Glaubt man nicht, bis man es mal gemacht hat.). Da kommt noch überraschend viel Dreck runter.
Kunststoffe am Luftgitter und am Wischer sowie an den Türgriffen mit Koch Chemie Plast Star siliconfrei behandelt. Türeinstiege, Türscharniere, Haubenkanten mit dem oben genannten Gemisch und Mikrofaserlappen gereinigt.
Jetzt den Kofferdeckel mit RotWeiss Schleif- und Polierpaste poliert (der Deckel hatte quer einige leichte Kratzer. So wie sonst längs von der Waschstraße. Keine Ahnung warum.) Griffmulden auch damit poliert. Danach Motorhaube, Dach und Kofferdeckel mit A1 Speed Polish poliert (mein Lack ist recht gut, so dass eigentlich keine Politur nötig war).
Jetzt sprühte ich das Leder mit Erdal Leder Pflegelotion ein (das Zeug kann dann gut ins Leder einziehen, solange ich noch außen zugange bin).
Weiter ging es mit dem abpolieren der Lackflächen. Dazu nahm ich AutoXS Poliertücher von Aldi. Die sind echt gut und lassen sich bei 60° waschen.
Jetzt ging es an den Chrom. Der Stern hat im Winter sehr gelitten. Salz und Steinschläge und Schmutz ließen ihn übel aussehen.
Zuerst ging ich mit Autosol Metal Polish dran. Leider nicht mit 100% Erfolg. Dann mit Nevr Dull. Besser, aber nicht gut. Ich sprühte den Stern erst mal mit WD 40 ein, damit der Dreck etc. einweichen kann. Elegance-Chrom mit Nevr Dull gereinigt.
Jetzt ging es wieder weiter zum Lack. Als nächstes kam RotWeiss Lackversiegelung drauf.
Zwischendurch wieder das Leder mit Erdal eingesprüht.
Lack abpoliert.
Stern und Grill nun mit Nevr Dull poliert.
Als weitere Schicht dann Collonite No. 476S Wachs drauf.
Jetzt wieder mit den Aldi-Tüchern abpoliert.
Als letzten Schritt für den Lack nun AutoXS Autolackpflege vom Aldi als Detailer drauf. War recht schwer wieder auszupolieren, denke, der Lack war "satt".
Jetzt fehlen nur noch die Räder. Den leichten Bremsstaub mit Mikrofaserlappen und Detailer abgewischt und die Reifen mit W5 Reifenpflege vom Lidl behandelt. Ich mag den speckigen Glanz nicht, deshalb gab ich das Mittel auf einen Mikrofaserlappen und rieb damit die Reifen ab.
Als letztes nahm ich einen Mikrofaserlappen und rieb die Türdichtungen mit Plast Star ein/ab. Damit sehen die Dichtungen wieder schöner schwarz aus.
Als Resultat dann ein schön glänzendes Auto mit recht tiefem Glanz. Vielleicht nicht mit "nassem" Glanz wie ein US-Car, aber für >200.000 km und 20 Jahre ein doch ansprechendes Ergebnis.
Meine genannten Mittel sind nur Beispiele. Ich komme damit gut zurecht, was nicht heißen soll, dass es nicht vielleicht was Besseres gäbe.
In Sachen Politur und Versiegelung sowie Lederpflege muss ich demnächst nachkaufen. Mal sehen, was es wird.
Mit RotWeiss bin ich weder verwandt noch verschwägert. Ich mag nur die unaufgeregte Verpackung und dass es ein deutsches Produkt ist.
Man könnte bei den Lackfreaks ja meinen, dass nur die Amis was ordentliches produzieren können.
Meguiar z.B. habe ich auch. Gute Sachen, aber nicht die Offenbarung.
Ich bin Tipps gegenüber aufgeschlossen, aber ich finde, dass diese nur dann sinnvoll sind, wenn man ein die genannten Produkte kennt und erklären kann, warum einem XY besser gefällt (billiger, leichter auspolierbar, besserer Glanz, längere Standzeit...). Also vergleichen konnte/kann.
Viele Grüße
Stefan, der Meinung, dass Lackpflege ein sehr sinnloses Unterfangen ist, aber durchaus eine befriedigende und meditative, kontemplative Komponente hat

  • »Werner71« ist männlich

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2

Samstag, 7. April 2018, 19:56

Bilder vom Ergebnis wären vielleicht nicht verkehrt !

Stefan M.

DCCCXXX

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3

Samstag, 7. April 2018, 20:10

Dachte, dass das kommt, aber ich hasse die Bildereinstellerei in Foren.
Da muss man Formate ändern oder sonst wo hochladen. Das ist mir echt zu blöd.
Und abgesehen davon, ein de ich, dass man auf Fotos nicht sehen kann, ob ein Auto wirklich glänzt oder nicht.
Höchstens vorher/nachher-Fotos lassen da einen Ansatz zu.
GrusS

Registrierungsdatum: 13. Januar 2015

Fahrzeug: C180 Classic, Bj.11/95

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4

Montag, 9. April 2018, 17:39

Hallo Stefan,

ich finde, Du hast mit Deinem Vorgehen genau die richtige Balance zwischen "nachhaltiger Pflege" und "es bitte nicht übertreiben" getroffen. Ich selbst komme aus dem von Dir genannten Kreis der Übertreiber; ursächlich hierfür war aber der von Dir beschriebene meditative Charakter.

Ich möchte ausdrücklichst keine Grundsatzdiskussion über Mittelchen a) vs. b) beginnen. Wer Interesse daran hat, darf sich gerne an Fachforen wenden (und hier speziell http://www.detailingworld.co.uk/forum/), da wird einem sehr kompetent und ausgiebig geholfen.

Ganz grundsätzlich helfen vielleicht diese Tipps etwas weiter. In meinen vielen Jahren in diesem Thema haben sie einen viel größeren Unterschied gemacht als Wundermittel X oder Y:
- Als "Gleitschicht" für die Lackreinigungsknete reicht einfaches Wasser, davon aber bitte viel. Das spart Material (und somit Geld) und macht den Vorgang etwas schneller wegen der größeren Mengen an Spülwasser.
- Offenporige Kunststoffe sollte man abkleben, bevor man sich ihnen mit Polituren nähert. Ideal ist das blaue low-stick Klebeband von 3m, es lässt sich viel einfacher ablösen als gewöhnliches Kreppklebeband. Damit erspart man sich das lästige Säubern der Kunststoffteile und damit eine Menge Zeit.
- Versiegelungen machen einen recht "harten" Glanz, darauf aufgetragenes Wachs dämpft diesen etwas unnatürlichen Effekt sehr gut ab und verschafft dem Ganzen mehr Tiefe.
- Die Standzeit eines jeden Wachses lässt sich durch ein rückfettendes Shampoo deutlich verlängern.
Viele Grüße,
Felix

Registrierungsdatum: 30. November 2012

Fahrzeug: C200 Classic Selection Bj.2000

Wohnort: Gelnhausen

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5

Montag, 9. April 2018, 21:32

Man könnte bei den Lackfreaks ja meinen, dass nur die Amis was ordentliches produzieren können.
Und die Lackfreaks in den USA meinen, nur die Deutschen produzieren was Ordentliches - die fahren voll auf Sonax ab... :D


Gruß Torsten
W202 C200 Classic Selection - Die Alltagssänfte
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Jochen-43er

Großhubraumbesitzer

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6

Dienstag, 22. Mai 2018, 14:56

einem Gemisch aus destilliertem Wasser, Sonax Detailler und Sprühwachs von RotWeiss


Mir wurde von diesem Ganzen zugaben beim knetten abgeraten. Greift die Knette nur unnötig an, kann ich bestätigen, und ist Verschwendung. Vorallen Sprühwachs ist in meinen Augen Betrug am Kunden. Das sind nur aufgelöst Silikone.
Außerdem arbeitest dir mit dem ganzen Zeug und der Knette zu viele Sachen in den Lack ein, damit ist kein Dreck gemeint sondern Sachen die du als Grundlage von deiner Nachbehandlung nach dem Knetten nicht brauchst.

Mir wurden zum knetten, und damit hab ich die besten Erfahrung gemacht, destilliertes Wasser mit einen Schuss Duschgel empfohlen (Aldi hat da auch gute Produkte :thumbup: ). Weil die Seife hat beim knetten nur 1 Aufgabe und das ist das einweichen vom Dreck und das besser Rutschen von der Knette.
Achso was ich jetzt bei dir nicht gelesen habe, natürlich eine Sprühflasche rum auftragen nehmen. Alles andere ist nur Verschwendung.

Jochen
Schwarzer Benz, laute Schreie, endlich ist der Boss wieder da ... (Zitat: Kollegah)
Es zählt nicht was für ein Auto neben dir steht.. Es zählt wie du zu dem Auto stehst!
Ich konnte aus unerklärlichen GrÜnden in der Schule während der Kommasetzung nicht Geistig anwesend sein..
Und ich Entschuldige mich für jeden Rechtschreibfehler.. leichte Lese- u. Rechtschreibschwäche!

Stefan M.

DCCCXXX

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7

Dienstag, 22. Mai 2018, 19:58

Mir wurde von diesem Ganzen zugaben beim knetten abgeraten. Greift die Knette nur unnötig an
Habe ich auch gehört, bei mir hat sich das nicht bestätigt. Knete ist eher voll als defekt.
Vorallen Sprühwachs ist in meinen Augen Betrug am Kunden. Das sind nur aufgelöst Silikone.
Dann erkläre mal was genau Silikone und was Wachs ist...
Außerdem arbeitest dir mit dem ganzen Zeug und der Knette zu viele Sachen in den Lack ein, damit ist kein Dreck gemeint sondern Sachen die du als Grundlage von deiner Nachbehandlung nach dem Knetten nicht brauchst.
Naja, da ich das gleiche Zeug auch für den Lack nehme, ist das nicht verkehrt.
Mir wurden zum knetten, und damit hab ich die besten Erfahrung gemacht, destilliertes Wasser mit einen Schuss Duschgel empfohlen (Aldi hat da auch gute Produkte ). Weil die Seife hat beim knetten nur 1 Aufgabe und das ist das einweichen vom Dreck und das besser Rutschen von der Knette.
Mit Wasser + Shampoo knetete ich auch schon, aber da bleibt halt Wasser mit Seife auf dem Lack zurück. Das möchte ich nicht.
Achso was ich jetzt bei dir nicht gelesen habe, natürlich eine Sprühflasche rum auftragen nehmen.

Ah, gute Idee. Ich schüttete jetzt pro Karosserie-Teil je ein Liter Aqua dest., Sprühwachs und Sonax-Detailer drauf. Das ging echt ins Geld mit 12 Litern je Knetvorgang. :D
GrusS