Bund und Länder nehmen durch die Besteuerung meist fossiler Energien ca. 45 Mrd. Euro im Jahr ein - Energiesteuer, Ökosteuer, Stromsteuer und was da sonst noch so alles existiert. Plus Mwst. auf alle diese Steuern obendrauf.
Diese Einnahmen werden absehbar im Zuge der Substituierung durch deutlich niedriger besteuerten Strom in fast allen Bereichen erst langsam, dann immer stärker zurückgehen und - sofern an den Klimazielen nichts geändert wird - 2045 nur noch eine Bruchteil der derzeitigen Höhe betragen.
Das muss irgendwie gegenfinanziert werden, da die Haushalte wohl kaum auf diese Einnahmen verzichten können.
Meine Prognose: Spätestens 2036 - wenn die bis Ende 2035 geltende Steuerbefreiung für BEV ausläuft - wird es teuer. Ich tippe da nicht auf durch Steuern höhere Preise an der Ladesäule (was wegen der Nichtüberwachbarkeit privater Stromerzeugung problematisch ist und es zuviele Eigenheimbesitzer gibt) sondern auf eine Maut. Da wird wohl eine km-abhängige Gebühr kommen, eingezogen mit einem System wie es im LKW-Bereich seit langem existiert.
In den USA - wo Treibstoffsteuern in den allermeisten Bundesstaaten zweckgebunden für Bau und Erhalt der Verkehrsinfrastruktur erhoben werden - ist es schon länger üblich dass EV-und PHEV-Besitzer erhöhte registration fees (vulgo KFZ-Steuer) zahlen müssen um die wegfallenden Spritsteuern zu kompensieren.
Dass in der Politik bisher darüber nun überhaupt keine Diskussion aufgekommen ist stimmt mich bedenklich.