Der neue elektrische Mercedes GLC: Bestseller mit Stromanschluss
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rebel -
September 8, 2025 at 6:40 PM -
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Vom Bestseller zum Stromer: Der GLC im Überblick
Seit seiner Einführung 2015 ist der GLC das meistverkaufte SUV von Mercedes in Deutschland. Er löste damals den kantigen GLK ab und traf mit seinem eleganten Design und vielseitigen Charakter den Nerv der Zeit. Jetzt, zehn Jahre später, geht Mercedes den nächsten Schritt: Der GLC wird voll elektrisch. Der neue GLC basiert auf der MB.EA-Plattform und ist von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipiert. Im Gegensatz zum CLA wird es keine Hybriden mehr geben, darum bleibt der alte GLC auch weiter im Programm und wird um den neuen GLC ergänzt. Der Preis soll zum Marktstart Anfang 2026 bei ca. 73.000 Euro liegen.
Technische Neuerungen
- Der elektrische GLC basiert auf der MB.EA-Architektur – rein für E-Antriebe entwickelt.
- 800-Volt-Technologie: Ermöglicht ultraschnelles Laden mit bis zu 330 kW. In 10 Minuten sind 303 km Reichweite drin.
- Batterie: 94,5 kWh netto, bis zu 713 km Reichweite nach WLTP.
- Antrieb: GLC 400 4MATIC mit 490 PS, 0–100 km/h in 4,3 Sekunden.
- Zweigang-Getriebe: Für bessere Effizienz und Beschleunigung.
- Bidirektionales Laden: Strom kann ins Hausnetz zurückgespeist werden.
- Anhängelast: Bis zu 2,4 Tonnen – ein echtes Arbeitstier.
- MBUX Hyperscreen mit 39,1 Zoll – das größte Display in einem Serien-Mercedes.
- Vorbereitet für Level-3-Fahrfunktionen wie automatisiertes Spurwechseln und fahrerloses Parken.
Sonstige Neuerungen
- Komplett veganes Interieur, zertifiziert von unabhängiger Stelle.
- Luftfederung aus der S-Klasse, Hinterachslenkung für mehr Agilität.
- Frunk mit 128 Liter zusätzlicher Stauraum unter der Fronthaube.
- Illuminierter Black-Panel-Grill mit 942 LED-Punkten und Animationsfunktion
- Großer Zentralstern, in manchen Märkten vollflächig beleuchtet
- Schlanke DIGITAL LIGHT-Scheinwerfer mit Mikrospiegel-Technologie und Animationsfunktion
- Coupéhafte Dachlinie mit fließenden Übergängen
- Versenkte Türgriffe und glatter Unterboden
- LED-Rückleuchten mit Sternsignatur und Animationsfunktion
Neues Design
Optisch bleibt der GLC seiner Linie treu aber mit elektrischen Akzenten. Die Front wird dominiert vom beleuchteten Black-Panel-Grill mit 942 LED-Punkten, die beim Öffnen, Laden oder Abschließen animiert leuchten:
Die großen „Pixel“ sehen auf Bildern etwas seltsam aus, sind aber butterweich animiert. So richtig kommt der neue Grill nur im echten Leben zur Geltung. Animiert werden Vorgänge wie Öffnen, Schließen oder auch Laden. Wie auch beim CLA wird der Stern nicht in allen Märken komplett beleuchtet. Der beleuchtete Grill ist optional zu haben. Ein Bild des normalen Grills, ohne Beleuchtung, habe ich bisher nicht gefunden.
Die Scheinwerfer sind schlanker und nutzen die DIGITAL LIGHT-Technologie, die auch Symbole auf die Straße projizieren kann.
Die Seitenlinie ist coupéhaft, mit versenkten Türgriffen und glatten Flächen die für eine bessere Aerodynamik sogen sollen. Am Heck sorgen animierte LED-Rückleuchten und eine breite Schulterlinie für ein markantes Auftreten. Auffällig sind die vier Leuchten im abgeschnittenen Sterndesign. Somit gibt es quasi fünf Mercedessterne im Leuchtband. Ist dazu zu viel? Übertrieben? Ich finde nicht, für mich passt es zum Gesamtkonzept, gibt es ja auch vorne die Standlichter im Sterndesign.
Diese elektrischen Spielereien gehören wohl mittlerweile einfach zur neusten Generation der Fahrzeuge dazu. Ob sich die Kundschaft irgendwann daran satt gesehen hat und sie wieder verschwinden ist schwierig zu beurteilen. Ich denke das wird eher nicht passieren. Im Gegenteil, vermutlich wird jede neue Baureihe einen eigenen, aufwendig beleuchteten Grill bekommen. Immerhin sieht man so wieder auf den ersten Blick um welche Baureihe es sich handelt.
Ein Funk ist auch wieder unter der Haube zu finden und bietet ein maximales Ladevolumen von 128 Litern oder anders ausgedrückt, eine große Menge Orangen:
Mittlerweile hat sich ja auch der Funkt markenübergreifend zum Standard entwickelt.
Das neue Panoramadach kennt man ja so auch schon aus dem CLA. Es kann nicht geöffnet werden. Man kann es aber dynamisch dimmen und mit Sternen funkeln lassen. Mechanische Beschattungselemente wie ein Rollo sind nicht vorhanden. Das Panoramadach ist Serie, die Dimmfunktion mit den Sternen muß als Extra geordert werden.
Zu den größten Neuerungen, im warten Sinne des Wortes, zählt das neue Cockpitdisplay. Der sogenannte MBUX Hyperscreen ist mit seinen 39,1 Zoll (99,3 cm) der größte, den Mercedes je in einem Serienfahrzeug verbaut hat. Anders als bei früheren Modellen, wo mehrere Displays unter einem Glas lagen, handelt es sich hier um ein echtes, durchgehendes Panel, das sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt.
In der Mittelkonsole befinden sich zwei induktive Ladeschalen für Smartphones, direkt unterhalb des Displays. Darunter liegt eine schmale Leiste mit physischen Tasten für wichtige Funktionen wie Warnblinker oder Lautstärke. Mercedes setzt hier auf eine Kombination aus Touch und Tasten.
Elektrischer Antrieb
Der neue GLC basiert auf der MB.EA-Plattform, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Das bedeutet: keine Kompromisse, keine Umbauten von Verbrennerarchitektur – sondern ein von Grund auf elektrisches Konzept.
Zum Marktstart kommt der GLC 400 4MATIC mit 490 PS (360 kW) und maximalem Drehmoment von 800 Nm. Der Allradantrieb verteilt die Kraft variabel auf Vorder- und Hinterachse, je nach Fahrsituation. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in sportlichen 4,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Der Verbauch soll bei 14,9 - 18,7 kWh auf 100 km liegen.
Verbaut ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit 94,5 kWh nutzbarer Kapazität. Damit schafft der GLC laut WLTP bis zu 713 Kilometer Reichweite. Das ist ein Topwert in seiner Klasse. Die Batterie ist modular aufgebaut und nutzt Siliziumkarbid-Wechselrichter, die besonders effizient arbeiten und Wärmeverluste minimieren.
Dank 800-Volt-Technologie kann der GLC mit bis zu 330 kW DC geladen werden. In nur 10 Minuten lassen sich über 300 Kilometer Reichweite nachladen. Für Länder mit 400-Volt-Infrastruktur ist ein DC-Wandler integriert, der das Laden auch dort problemlos ermöglicht.
Zusätzlich ist der GLC für bidirektionales Laden vorbereitet. Das heißt: Er kann Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Hat man Zuhause eine entsprechende Anlage kann man die Batterie als Speicher verwenden.
Neben dem GLC 400 4MATIC sind vier weitere Varianten geplant. Darunter eine AMG-Version mit über 550 PS. Auch eine Heckantriebsversion mit 340 PS ist vorgesehen.
Auch im GLC kommt ein Zweiganggetriebe zum Einsatz. Der erste Gang ist mit 11:1 sehr kurz übersetzt, der zweite mit 5:1 deutlich länger.
Vergleich zum elektrischen CLA
Der CLA war das erste Serienmodell mit der neuen 800-Volt-Technik. Der GLC übernimmt diese Architektur und setzt noch einen drauf:
- Mehr Leistung: 490 PS im GLC vs. 250+ PS im CLA.
- Größere Batterie: 94,5 kWh vs. 86 kWh.
- Ladeleistung: GLC mit 330 kW, CLA mit 320 kW.
- Reichweite: CLA bis zu 793 km, GLC bis zu 713 km – trotz größerem Format.
- Innenraum: Hyperscreen im GLC, Superscreen im CLA – beide mit MB.OS, aber der GLC bietet mehr Displayfläche und Komfortfeatures.
Vergleich mit der Konkurrenz
Da die ja auch nicht schläft und BMW zum Beispiel gerade erst den i3 vorgestellt hat, nachfolgend ein kleiner Überblick über die Modelle der Konkurrenz:
Fazit
- Der Mercedes GLC punktet mit Leistung, Ladegeschwindigkeit und Komfortfeatures
- Der BMW iX3 bietet die größte Reichweite und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Der Audi Q6 e-tron ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Weder beim Preis noch bei der Technik.
Abschließende Beurteilung
Auch der GLC muss ein Erfolg werden um dem Konzern das Überleben zu sichern. Mit über 70.000 Euro ist der Einstiegspreis recht hoch, liegt aber im Bereich der europäischen Konkurrenz. Technisch spielt der GLC vorne mit: Die 800-Volt-Architektur, Ladeleistungen von bis zu 330 kW, eine Reichweite von über 700 Kilometern und ein Antrieb mit bis zu 490 PS setzen Maßstäbe im Segment der Mittelklasse-SUVs. Dazu kommen Features wie bidirektionales Laden, ein intelligentes Rekuperationssystem und der Hyperscreen. Auch die Anhängelast von 2,4 Tonnen kann sich sehen lassen.
Optisch gesehen ist der GLC gelungen. Gewöhnungsbedürftig ist der markante, beleuchtete Grill, aber sonst wirkt das Design stimmig. Beim Heck fällt dieser seltsame Diffusor mit der geschwungenen Chromleiste auf. Das sieht für mich so aus als wolle man eine Art Vierrohranlage andeuten. Bei einem einen Elektrofahrzeug irgendwie überflüssig. Hier hätte man auch einen deutlich eleganteren Abschluss finden können.
Ich bin generell kein von SUV's, aber der neue GLC spricht mich durchaus an. Was ich jetzt vom iX3 und dem Q6 e-tron nicht sagen kann. Es ist schön das Mercedes mit CLA und GLC wieder auf den richtigen Pfad gefunden und die unsäglichen EQ-Modelle hinter sich gelassen hat.
Ob Mercedes jedoch wieder in China Fuß fassen kann muss die Zeit zeigen. ich fürchte jedoch das der Zug abgefahren ist.
Update
Ergänzung Frunkgröße und Ladeleistung BMW
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