Der neue elektrische Mercedes GLC: Bestseller mit Stromanschluss

Vom Bestseller zum Stromer: Der GLC im Überblick

Seit seiner Einführung 2015 ist der GLC das meistverkaufte SUV von Mercedes in Deutschland. Er löste damals den kantigen GLK ab und traf mit seinem eleganten Design und vielseitigen Charakter den Nerv der Zeit. Jetzt, zehn Jahre später, geht Mercedes den nächsten Schritt: Der GLC wird voll elektrisch. Der neue GLC basiert auf der MB.EA-Plattform und ist von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipiert. Im Gegensatz zum CLA wird es keine Hybriden mehr geben, darum bleibt der alte GLC auch weiter im Programm und wird um den neuen GLC ergänzt. Der Preis soll zum Marktstart Anfang 2026 bei ca. 73.000 Euro liegen.



Technische Neuerungen

  • Der elektrische GLC basiert auf der MB.EA-Architektur – rein für E-Antriebe entwickelt.
  • 800-Volt-Technologie: Ermöglicht ultraschnelles Laden mit bis zu 330 kW. In 10 Minuten sind 303 km Reichweite drin.
  • Batterie: 94,5 kWh netto, bis zu 713 km Reichweite nach WLTP.
  • Antrieb: GLC 400 4MATIC mit 490 PS, 0–100 km/h in 4,3 Sekunden.
  • Zweigang-Getriebe: Für bessere Effizienz und Beschleunigung.
  • Bidirektionales Laden: Strom kann ins Hausnetz zurückgespeist werden.
  • Anhängelast: Bis zu 2,4 Tonnen – ein echtes Arbeitstier.
  • MBUX Hyperscreen mit 39,1 Zoll – das größte Display in einem Serien-Mercedes.
  • Vorbereitet für Level-3-Fahrfunktionen wie automatisiertes Spurwechseln und fahrerloses Parken.

Sonstige Neuerungen

  • Komplett veganes Interieur, zertifiziert von unabhängiger Stelle.
  • Luftfederung aus der S-Klasse, Hinterachslenkung für mehr Agilität.
  • Frunk mit 128 Liter zusätzlicher Stauraum unter der Fronthaube.
  • Illuminierter Black-Panel-Grill mit 942 LED-Punkten und Animationsfunktion
  • Großer Zentralstern, in manchen Märkten vollflächig beleuchtet
  • Schlanke DIGITAL LIGHT-Scheinwerfer mit Mikrospiegel-Technologie und Animationsfunktion
  • Coupéhafte Dachlinie mit fließenden Übergängen
  • Versenkte Türgriffe und glatter Unterboden
  • LED-Rückleuchten mit Sternsignatur und Animationsfunktion

Neues Design

Optisch bleibt der GLC seiner Linie treu aber mit elektrischen Akzenten. Die Front wird dominiert vom beleuchteten Black-Panel-Grill mit 942 LED-Punkten, die beim Öffnen, Laden oder Abschließen animiert leuchten:



Die großen „Pixel“ sehen auf Bildern etwas seltsam aus, sind aber butterweich animiert. So richtig kommt der neue Grill nur im echten Leben zur Geltung. Animiert werden Vorgänge wie Öffnen, Schließen oder auch Laden. Wie auch beim CLA wird der Stern nicht in allen Märken komplett beleuchtet. Der beleuchtete Grill ist optional zu haben. Ein Bild des normalen Grills, ohne Beleuchtung, habe ich bisher nicht gefunden.


Die Scheinwerfer sind schlanker und nutzen die DIGITAL LIGHT-Technologie, die auch Symbole auf die Straße projizieren kann.



Die Seitenlinie ist coupéhaft, mit versenkten Türgriffen und glatten Flächen die für eine bessere Aerodynamik sogen sollen. Am Heck sorgen animierte LED-Rückleuchten und eine breite Schulterlinie für ein markantes Auftreten. Auffällig sind die vier Leuchten im abgeschnittenen Sterndesign. Somit gibt es quasi fünf Mercedessterne im Leuchtband. Ist dazu zu viel? Übertrieben? Ich finde nicht, für mich passt es zum Gesamtkonzept, gibt es ja auch vorne die Standlichter im Sterndesign.



Diese elektrischen Spielereien gehören wohl mittlerweile einfach zur neusten Generation der Fahrzeuge dazu. Ob sich die Kundschaft irgendwann daran satt gesehen hat und sie wieder verschwinden ist schwierig zu beurteilen. Ich denke das wird eher nicht passieren. Im Gegenteil, vermutlich wird jede neue Baureihe einen eigenen, aufwendig beleuchteten Grill bekommen. Immerhin sieht man so wieder auf den ersten Blick um welche Baureihe es sich handelt.


Ein Funk ist auch wieder unter der Haube zu finden und bietet ein maximales Ladevolumen von 128 Litern oder anders ausgedrückt, eine große Menge Orangen:



Mittlerweile hat sich ja auch der Funkt markenübergreifend zum Standard entwickelt.


Das neue Panoramadach kennt man ja so auch schon aus dem CLA. Es kann nicht geöffnet werden. Man kann es aber dynamisch dimmen und mit Sternen funkeln lassen. Mechanische Beschattungselemente wie ein Rollo sind nicht vorhanden. Das Panoramadach ist Serie, die Dimmfunktion mit den Sternen muß als Extra geordert werden.



Zu den größten Neuerungen, im warten Sinne des Wortes, zählt das neue Cockpitdisplay. Der sogenannte MBUX Hyperscreen ist mit seinen 39,1 Zoll (99,3 cm) der größte, den Mercedes je in einem Serienfahrzeug verbaut hat. Anders als bei früheren Modellen, wo mehrere Displays unter einem Glas lagen, handelt es sich hier um ein echtes, durchgehendes Panel, das sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt.


In der Mittelkonsole befinden sich zwei induktive Ladeschalen für Smartphones, direkt unterhalb des Displays. Darunter liegt eine schmale Leiste mit physischen Tasten für wichtige Funktionen wie Warnblinker oder Lautstärke. Mercedes setzt hier auf eine Kombination aus Touch und Tasten.


Elektrischer Antrieb

Der neue GLC basiert auf der MB.EA-Plattform, die speziell für Elektrofahrzeuge entwickelt wurde. Das bedeutet: keine Kompromisse, keine Umbauten von Verbrennerarchitektur – sondern ein von Grund auf elektrisches Konzept.


Zum Marktstart kommt der GLC 400 4MATIC mit 490 PS (360 kW) und maximalem Drehmoment von 800 Nm. Der Allradantrieb verteilt die Kraft variabel auf Vorder- und Hinterachse, je nach Fahrsituation. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt in sportlichen 4,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Der Verbauch soll bei 14,9 - 18,7 kWh auf 100 km liegen.


Verbaut ist eine Lithium-Ionen-Batterie mit 94,5 kWh nutzbarer Kapazität. Damit schafft der GLC laut WLTP bis zu 713 Kilometer Reichweite. Das ist ein Topwert in seiner Klasse. Die Batterie ist modular aufgebaut und nutzt Siliziumkarbid-Wechselrichter, die besonders effizient arbeiten und Wärmeverluste minimieren.


Dank 800-Volt-Technologie kann der GLC mit bis zu 330 kW DC geladen werden. In nur 10 Minuten lassen sich über 300 Kilometer Reichweite nachladen. Für Länder mit 400-Volt-Infrastruktur ist ein DC-Wandler integriert, der das Laden auch dort problemlos ermöglicht.


Zusätzlich ist der GLC für bidirektionales Laden vorbereitet. Das heißt: Er kann Strom nicht nur aufnehmen, sondern auch wieder abgeben. Hat man Zuhause eine entsprechende Anlage kann man die Batterie als Speicher verwenden.


Neben dem GLC 400 4MATIC sind vier weitere Varianten geplant. Darunter eine AMG-Version mit über 550 PS. Auch eine Heckantriebsversion mit 340 PS ist vorgesehen.


Auch im GLC kommt ein Zweiganggetriebe zum Einsatz. Der erste Gang ist mit 11:1 sehr kurz übersetzt, der zweite mit 5:1 deutlich länger.


Vergleich zum elektrischen CLA

Der CLA war das erste Serienmodell mit der neuen 800-Volt-Technik. Der GLC übernimmt diese Architektur und setzt noch einen drauf:

  • Mehr Leistung: 490 PS im GLC vs. 250+ PS im CLA.
  • Größere Batterie: 94,5 kWh vs. 86 kWh.
  • Ladeleistung: GLC mit 330 kW, CLA mit 320 kW.
  • Reichweite: CLA bis zu 793 km, GLC bis zu 713 km – trotz größerem Format.
  • Innenraum: Hyperscreen im GLC, Superscreen im CLA – beide mit MB.OS, aber der GLC bietet mehr Displayfläche und Komfortfeatures.

Vergleich mit der Konkurrenz

Da die ja auch nicht schläft und BMW zum Beispiel gerade erst den i3 vorgestellt hat, nachfolgend ein kleiner Überblick über die Modelle der Konkurrenz:



Mercedes GLC (elektrisch)BMW iX3 (2025)Audi Q6 e-tron (2025)
Leistung490 PS / 4MATIC469 PS / xDrive292 PS / Heckantrieb
Batterie (netto)94,5 kWh108,7 kWh75,8 oder 94,9 kWh
Reichweite (WLTP)bis zu 713 kmbis zu 805 kmbis zu 625 km
Ladeleistungbis zu 330 kWbis zu 350 / 400 kW bis zu 270 kW
0–100 km/h4,3 s4,9 s7,0 s
Innenraum-Display39,1" HyperscreenPanoramic iDriveOLED-Cockpit mit AR-Head-Up
AutonomiestufeLevel 2+ (Level 3 vorbereitet)Level 2+Level 2
Frunk vorhandenJa (128 Liter)Ja (58 Liter)Ja
Anhängelastbis zu 2.400 kgbis zu 2.000 kgbis zu 2.000 kg
Preis (Basis)ca. 72.000 €ab 68.900 €ab ca. 65.000 €

Fazit

  • Der Mercedes GLC punktet mit Leistung, Ladegeschwindigkeit und Komfortfeatures
  • Der BMW iX3 bietet die größte Reichweite und ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Der Audi Q6 e-tron ist nicht wirklich konkurrenzfähig. Weder beim Preis noch bei der Technik.

Abschließende Beurteilung

Auch der GLC muss ein Erfolg werden um dem Konzern das Überleben zu sichern. Mit über 70.000 Euro ist der Einstiegspreis recht hoch, liegt aber im Bereich der europäischen Konkurrenz. Technisch spielt der GLC vorne mit: Die 800-Volt-Architektur, Ladeleistungen von bis zu 330 kW, eine Reichweite von über 700 Kilometern und ein Antrieb mit bis zu 490 PS setzen Maßstäbe im Segment der Mittelklasse-SUVs. Dazu kommen Features wie bidirektionales Laden, ein intelligentes Rekuperationssystem und der Hyperscreen. Auch die Anhängelast von 2,4 Tonnen kann sich sehen lassen.


Optisch gesehen ist der GLC gelungen. Gewöhnungsbedürftig ist der markante, beleuchtete Grill, aber sonst wirkt das Design stimmig. Beim Heck fällt dieser seltsame Diffusor mit der geschwungenen Chromleiste auf. Das sieht für mich so aus als wolle man eine Art Vierrohranlage andeuten. Bei einem einen Elektrofahrzeug irgendwie überflüssig. Hier hätte man auch einen deutlich eleganteren Abschluss finden können.


Ich bin generell kein von SUV's, aber der neue GLC spricht mich durchaus an. Was ich jetzt vom iX3 und dem Q6 e-tron nicht sagen kann. Es ist schön das Mercedes mit CLA und GLC wieder auf den richtigen Pfad gefunden und die unsäglichen EQ-Modelle hinter sich gelassen hat.


Ob Mercedes jedoch wieder in China Fuß fassen kann muss die Zeit zeigen. ich fürchte jedoch das der Zug abgefahren ist.

Update

Ergänzung Frunkgröße und Ladeleistung BMW

Replies 11

  • Netter Artikel, im Fazit jedoch mehr Wunsch als Tatsache:

    Im Fazit direkt unter der Tabelle zeigt diese, dass die Ladegeschindigkeit des BMW´s in reinen Zahlen höher ist. In den reinen Zahlenwerten steht der GLC mit der Leistung und Beschleunigung an erster Stelle. In der Beschreibung steht es dann genau einsortiert, er spielt mit (eben nur mitspielen, nicht gewinnen in Zahlen), um dann Inhaltlich falsch abzubiegen mit: " Ladeleistungen von bis zu 330 kW, eine Reichweite von über 700 Kilometern und ein Antrieb mit bis zu 490 PS setzen Maßstäbe im Segment der Mittelklasse-SUVs " Nein, den Maßstab setzt die neue Klasse wie in der Tabelle ja gezeigt mit der Ladeleistung und Reichweite. Nur die Leistung ist höher. Somit inhaltlich Falsch.

  • Im Fazit direkt unter der Tabelle zeigt diese, dass die Ladegeschindigkeit des BMW´s in reinen Zahlen höher ist.

    Der Peak mag im Idealfall etwas höher ausfallen, sagt aber allein recht wenig aus. Aussagekräftiger ist, dass der Mercedes max. 303km in 10 Minuten auflädt und der BMW 372km. Da sieht man einen Unterschied. Die Tabelle hat übrigens auch den einen oder anderen Fehler. Der BMW hat eine Ladeleistung von bis zu 400kW. Das dumme ist, es gibt praktisch keine 400kW Ladesäulen, sondern nur 350kW Ladesäulen, was auch die oben genannten Kilometer beim BMW reduzieren dürfte (wird aber über dem Mercedes bleiben).


    Entscheidender ist in der Tat der größere Akku, mit dem man auch entsprechend weiter kommt und das für, so sieht es auf den ersten Blick aus, ähnliches Geld. Da hat der BMW die Nase vorn. Es ist kein riesen Abstand, aber der BMW ist vorne.


    P.S.: Weiterer Fehler der Tabelle: "Der Kofferraum des BMW iX3 fasst bis zu 1.750 Liter. Weitere 58 Liter passen in den Stauraum unter der Frontklappe. Dort ist das Ladekabel sicher und schnell griffbereit verstaut."

  • entscheidender ist der persönliche Geschmack, die meisten laden zu Hause, ob man jetzt ein paar Mal unterwegs mit theoretischen 330 oder 350KW lädt spielt gar keine Rolle


    keiner nutzt die Maximalbeschleunigung, das ist nur einmal um den Kiddis zu imponieren, da spielt eine Sekunde auch nichts


    die Anhängelast könnte entscheidend sein, oder wie sich die Leinwand bedienen lässt


    die Akkugröße ....ich bin für die Ausgewogenheit, aber klar größer heißt weiterkommen

  • entscheidender ist der persönliche Geschmack, die meisten laden zu Hause, ob man jetzt ein paar Mal unterwegs mit theoretischen 330 oder 350KW lädt spielt gar keine Rolle

    Da bin ich bei dir.

    Die Reichweite und auch die Ladeleistung waren viele Jahre ein echtes und auch berechtiges Thema bei der E-Mobilität.


    Aber diese beiden Suffs (und andere vorher, die keine Suffs sind), haben schon gezeigt, dass dieses Thema in den letzten 1-2 Jahren kein Thema mehr ist.


    Denn echte Praxiswerte für eine 600km Langstrecke werden bei denen lauten, dass man schon einen kleinen Ladestopp einfügen muss. Denn im Sommer geht es Richtung 500km Reichweite und im Winter Richtung 400km (immer bedenken, niemand fährt einen Tank oder Akku in der Praxis komplett leer).


    Aber dann sind es 10 Minuten an der Säule. Und ja, beim Mercedes im Vergleich vielleicht 12 Minuten ... für beide im Winter. Einmal Töpfchen und weiter geht es. Aber ob nun 10 oder 12 Minuten, das ist was fürs Autoquartett.


    Ich sehe bei der E-Mobilität Reichweite und Ladefähigkeit nicht mehr so zentral als Problem an. Es sind die Einstiegspreise und natürlich durchaus den Faktor, dass bei weitem nicht jeder zu Hause oder bei der Arbeit einen Stecker hat. Und dann macht es selbst mit denen zwei nur mäßig Spaß.

  • Mir ging es nicht wirklich um Alltagsunterschiede und persönliche Vorlieben, sondern einfach um die falsche Aussage. Alleine in Sachen Innenraum und auch Außenoptik wäre der BMW bei mir eher raus, wenn ich vor die schreckliche Wahl gestellt werden würde mich zwischen diesen beiden Dingern entscheiden zu müssen. Gestern beim BMW/Mini Händler gewesen, selbst so nen aktueller M2 sieht echt bescheiden aus, im Innenraum okay, Sitze schick, aber diese Faszination / haben wollen Gefühl ist bei den neuen Kreationen irgendwie raus bei mir.

  • Die Aussage ist nicht falsch. Dir ist nur offensichtlich die Definition von "Maßstab setzen" nicht bekannt:


    Quote

    Einen Maßstab setzen bedeutet, eine Referenz für Qualität, Leistung oder Verhalten zu definieren, die von anderen als Vorbild angesehen wird. Man kann also sagen, man setzt einen Standard oder geht mit gutem Beispiel voran, um eine hohe Messlatte für andere zu definieren. Der Begriff stammt ursprünglich aus der technischen Bedeutung von Maßstab (Verhältnis einer Darstellung zur Wirklichkeit) und wird hier im übertragenen Sinne verwendet.


    Im übertragenen Sinne bedeutet einen Maßstab setzen:


    Vorbild sein:
    Man verhält sich vorbildlich, sodass andere sich an diesem Verhalten orientieren können.


    Es geht nicht darum Bester zu sein.


    Den größeren Akku beim BMW sehe ich hingegen nicht als Maßstab an da der wohl offensichtlich zu Lasten der Beschleunigung, Anhängelast. und vermutlich auch des Verbrauchs geht. Und wir reden hier nicht von Kleinigkeiten sondern von über einer halben Sekunde und fast einer halben Tonne Unterschied. Man kann nicht einfach immer größere Akkus einbauen da irgendwann die Nachteile überwiegen.


    Falsch war hingegen die Angabe zum Frunk und zur Ladeleistung, das habe ich korrigiert.

  • "man setzt einen Standard" Und das tut man nicht, man spielt oben mit. Und gerade als Maßstab bei MB gilt es eben nun Bester zu sein, denn das ist Markenkern und das verkauft man. "Das Beste oder nichts" ist etwa nicht bekannt als der MB Spruch?


    "er hat mit seiner Arbeit Maßstäbe gesetzt (ein Vorbild geliefert)" aus dem Duden. Maßstab heißt bei MB "beschde" und das ist nach Zahlen nun mal in den Kategorien der BMW.

  • Es geht nicht darum Bester zu sein.

    Naja, ein Stück weit schon.

    Hätte der Satz gelautet: "Der GLC und der iX3 setzen bei Ladeleistungen, Reichweite und beim Antrieb Maßstäbe im Segment der Mittelklasse-SUVs." ... Null Widerspruch.


    Nur bei dem Zusammenhang, nämlich direkt davor die drei Fahrzeuge zu vergleichen und dann als Fazit daraus zu ziehen, dass der GLC in den drei Disziplinen die Maßstäbe setzt, das beißt sich halt. Denn bei Ladeleistung und Reichweite ist er in diesem Vergleich eben nur Mittelmaß und damit nicht Vorbild.

    Den größeren Akku beim BMW sehe ich hingegen nicht als Maßstab an da der wohl offensichtlich zu Lasten der Beschleunigung, Anhängelast. und vermutlich auch des Verbrauchs geht.

    Die Akkugröße an sich ist keine Größe, die Maßstäbe definiert. Von einem größeren Akku allein hat der Kunde ja an sich nichts. Der Kunde hat etwas von Reichweite, Ladegeschwindigkeit und Verbrauch. Das sind Referenzgrößen, die Maßstäbe definieren. Dass die Akkugröße darauf technisch einen Einfluss darauf hat, ist aber offensichtlich.


    Dass der größere Akku hier die Größe ist, die maßgeblich für die geringere Beschleunigung und die geringere Anhängelast sorgt, halte ich nicht für besonders offensichtlich. Ein Leergewicht habe ich zum GLC noch nicht gefunden, wäre mir aber nicht einmal sicher, dass dieses unter dem des iX3 liegt. Mercedes ist nicht dafür bekannt, besonders leichte Fahrzeuge zu bauen (eher im Gegenteil). Ist der aber nicht leichter, dann liegt es schon mal nicht am Gewicht bzw. dem Akku. Bei der besseren Beschleunigung sehe ich vor allem die höhere Motorleistung und die kürzere Übersetzung des 1. Ganges beim Mercedes, als die Hauptursachen an. Die Anhängelast ist auch nicht von technischen Limits begrenzt, sondern mehr Anhängelast macht mehr technisch konstruktiven Aufwand und kostet Geld. Das ist eine strategische Entscheidung, wo man glaubt den optimalen Punkt zu sehen, möglichst wenig Kunden zu verlieren, aber nicht zu viel rein stecken zu müssen.


    Und die Verbräuche sind bekannt und praktisch identisch. Zwischen 14,9-18,8 kWh/100km beim GLC und zwischen 15,1-17,9 kWh beim BMW, je nach Ausstattung. Darum setzt der BMW seine gut 14 kWh mehr an Akku ja auch tatsächlich in knappe 100km mehr Reichweite um.

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  • Ihr bin da eben anderer Meinung, die könnt ihr teilen oder nicht. Ich werde aber mit euch beiden keine Diskussion darüber führen, das ist verschwendete Zeit.


    "Das Beste oder nichts" ist etwa nicht bekannt als der MB Spruch?

    Ja und weiter? Mercedes hat noch nie die besten Fahrzeuge gebaut und ich bezweifle das man das auch kann, geschweige denn das man das über Jahrzehnte durchhalten kann. Im Gegenteil, da war in den letzten Jahren recht viel Schrott dabei.


    Du hast also eine Werbespruch als Ente entlarvt. Was willst du jetzt hören? Großartige kognitive Leistung zu der nicht viele fähig sind? Wer hätte das gedacht, Mercedes baut also nicht die besten Fahrzeuge. Hast du es schon mal mit einem empörten Brief an Mercedes versucht?


    Selbst ich werbe damit das ich der Beste in meinem Fach bin und es gibt auch tatsächlich Leute die das glauben und so weiter geben. So funktioniert gute Werbung und vielen halten Mercedes tatsächlich für die Krone des Autobaus.

  • Hast du es schon mal mit einem empörten Brief an Mercedes versucht?

    Schätze das bringt genauso viel, wie an Toyota zu schreiben und aufzuzählen, was alles mit einem Toyota unmöglich ist xD .

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