Mercedes-Benz C-Klasse Modellpflege 2018

Die C-Klasse ist einer der Bestseller im Portfolio von Mercedes-Benz, aus dem Grund sind wohl viele besonders gespannt was sich bei der ersten Modellpflege tut. Optisch zuerst ein mal nicht viel, die Front wurde leicht überarbeitet ebenso wie die Scheinwerfer und die Rückleuchten. Bei der Beliebtheit sind auch keine größeren Änderungen notwendig, das Design wirkt auch heute noch frisch und zeitgemäß.




Neue Scheinwerfer

Während die Änderungen an den Schürzen kaum zu sehen sind fallen die neuen Scheinwerfer sofort auf:




Die neuen, aufpreispflichtigen, Multibeamscheinwerfer leuchten bis zu 650 Meter weit. Zum Einsatz kommen hier 84 einzelne LED pro Scheinwerfer. Kameras berechnen 100 mal in der Sekunde wo das Licht hinleuchten soll. Die neue Technik erlaubt nun auch Fahrten mit Dauerfernlicht. Das System erkennt automatisch wann die Helligkeit verringert werden muß. Das Fernlicht aktiviert sich automagisch ab einer Geschwindigkeit von 40 km/h. Günstig sind die neuen Scheinwerfer nicht, sie stehen für 1.964 Euro in der Aufpreisliste. Serie sind wie gehabt mit Halogen-Scheinwerfern mit einem LED-Tagfahrlicht.

Neue Motoren

Alle Motoren erfüllen jetzt Euro 6d-Temp. Insgesamt stehen zwölf Motoren zur Auswahl. Sechs davon Benziner, die restlichen Diesel. Wobei der kleinste Motor, der C 160 zum Verkaufsstart noch nicht ausgeliefert wird, der wird später nachgeliefert.


Mit dem C 200 kommt eine ganz neue Motorgeneration, inkl. 48 Volt Boardnetz, zum Einsatz Das wird benötigt da der Motor über einen EQ Boost verfügt. Das ist ein elektrischer Motor der bis zu 10 zusätzliche kW mit 160 NM liefern kann. Dabei überbrückt er auch die Zeit bis zum Einsetzen des Turboladers. Energie für den Boost wird unter anderem beim Bremsen gewonnen.


Der neue Motor startet mit 1,5 Litern Hubraum und einer Basisleistung von 135 kW (184 PS). Den Sprint von Null auf 100 km/h schafft die Limousine in 9,8 Sekunden und der Spritverbrauch soll bei 6,3-7,2l je 100 km liegen.


Mit zwei Litern Hubraum hört die C-Klasse auf die Bezeichnung C 300. Auch dieser Motor ist neu, allerdings besitzt er keinen EQ Boost. Die Eckdaten sind hier: 190 kW/258 PS mit einem maximalen Drehmoment von 370 Nm. Der Kraftstoffverbrauch liegt kombiniert bei 7,1-6,9 l/100 km.


Eine weitere Weltpremiere gibt es bei den Dieseln. Hier gibt es einen neuen Motor mit 1,6 Litern Hubraum der künftig im C 180 d zum Einsatz kommt. Die Basisleistung liegt bei 90 kW/122 PS und einem maximalen Drehmoment von 300 Nm. Der Verbrauch liegt kombiniert bei 4,7-4,6 l auf 100 km. Von Null auf 100 km/h vergehen im Spurt rund 9,5 Sekunden.


Mit zwei Litern Hubraum wird der neue Diesel künftig im C 220 d zu finden sein. In ihm leistet er 90 kW/122 PS bei einem Verbrauch von 4,8-4,4 Litern pro 100 Kilometer. Das maximale Drehmoment liegt bei 400 Nm. Den Spurt von Null auf 100 km/h schafft er in 6,9 Sekunden.

Neue digitale Anzeigen

Auch das Kombiinstrument bietet einige Neuerungen. So gibt es das auf Wunsch auch volldigital mit drei verschiedenen Anzeigethemen „Classic“, „Sport“ und „Progressive“. Die Bildschirmgröße beträgt hierbei 12,3 Zoll und es wird mit 1.920 x 720 Pixeln aufgelöst. Die Helligkeit wird mit der Hilfe von Sensoren automatisch eingestellt. MBUX, bekannt aus der neuen A-Klasse, ist allerdings nicht mit dabei. Wer sich für das volldigitale Kombiinstrument entscheidet muß einen Aufpreis von 893 Euro zahlen. Die Serienversion weist auch weiterhin zwei Rundinstrumente mit einem kleinem, zentralem Display auf.

Neue Assistenzsysteme

Auch in Punkto Sicherheit hat die neue C-Klasse zugelegt. So soll der Bremsassistent zuverlässiger Fußgänger und Fahrradfahrer erkennen. Darüber hinaus gibt es eine neue DISTRONIC die in Verbindung mit dem Lenkassitenen noch besser durch Kurven kommt. Neu sind ebenfalls der aktive Nothalt-Assistent und der aktive Spurwechsel-Assistent.

Neue Preise

Für die kleinste, aktuelle Motorisierung werden mindestens 39.948 Euro fällig. So bald der C 160 lieferbar ist, wird der Einstiegspreis etwas fallen. Für das kleinste T-Modell werden 41.614 Euro aufgerufen.


Fazit

Die Modellpflege bietet viele technische Highlightes bei einer moderaten Preiserhöhung. Schön ist das an der Optik nur dezent gefeilt worden ist, so müssen sich bisherige Käufer nicht über eine veraltete Optik ärgern und das bisherige Erfolgsrezept bleibt auch weiterhin gültig. Schade ist hingegen das MBUX nicht mit an Board ist.

Interessante Fakten am Rande

  • Die Klimaautomatik ist an GPS angebunden und aktiviert so zum Beispiel automatisch in Tunnels die Umluftfunktion
  • Der Beifahrerairbag wird automatisch deaktiviert wenn der Sitz leer ist oder sich ein Kindersitz auf ihm befindet
  • Das Frontbasssystem nutzt Quer- und Längsträgers der Rohbaukarosse als Resonanzkörper
  • Bisher wurden über 9,5 Millionen Fahrzeuge der C-Klasse weltweit verkauft
  • Die C-Klasse ist seit 10 Jahren das volumenstärkste Modell von Mercedes-Benz
  • Rund 80% der chinesischen Käufer sind jünger als 40 Jahre und gehören damit zu den jüngsten Käufern weltweit
  • Die C-Klasse kann, als einziges Fahrzeug dieser Klasse, optional mit einer Luftfederung ausgerüstet werden

    Kommentare