Eure Meinung ist mir wichtig

  • Hallo in die Forum-Runde,

    Vor dem Sommerurlaub 2024 kühlte die Klimaanlage nicht mehr. Kondensator, Kompressor, Trockner, Kühler, Schloßträger, die vorderen Bremsen, Öl- und Zündkerzen wurden gewechselt. Um Rostprobleme hätte man sich gekümmert. Vor unserer Urlaubsreise entdeckte ich zufällig ein Loch im der rechten Mulde vom Kofferraum. Das Blech sollte nach dem Urlaub eingeschweißt werden. Nach dem Urlaub war der Meister nicht mehr da. Bei Mercedes hätte die Reparatur zwischen vier- und sechstausend Euro gekostet, für mich zu hoch. Bis 09/2024 hatte ich noch TÜV. Als der TÜV abgelaufen war, habe ich den treuen Freund unter Tränen in meine Garage gefahren und abgemeldet. Weil mir die Reifen vorn zerstochen wurden, gab's noch zwei neue Continental Super Contakt Reifen. Sechs Jahre zuvor wurde bei Mercedes ein Austauschmotor eingebaut. Nach ADAC Prüfbericht ist das Auro technisch im TOPZUSTAND. Derzeit steht er wieder bei mobile.de für Selbstschrauber zum Kauf (Nr.: 449797083). Meine Hoffnung war, es findet sich ein W 202 C180 Liebhaber, der auch selbst schweißen kann. Leider melden sich nur die falschen Interessenten. Nun zu meiner Frage: Wie sinnvoll wäre ein Verkauf zu einem Preis, der nicht einmal annähernd dem Preis aller Neuteile entspräche (der Austauschmotor hat gerade einmal 80 Tkm auf dem "Tacho") ? Ich selbst könnte die Neuteile nicht selbst in meinem jetztigen W 202 C 180 einbauen und schon gar nicht schweißen. Was würdet Ihr an meiner Stelle machen?

  • Mach doch mal ein Foto vom besagten Loch. Hier im Forum gibt es bestimmt jemanden, der schon mal so etwas, oder ähnliches hatte. Z.B. Jürgen ( Locke1971) ist so ein Blechspezialist.

    Würde mich vom Kostenvoranschlag Mercedes nicht abhalten lassen, den Wagen zu behalten. Würde zu einem kleineren Karosseriebetrieb, einer freien Werkstatt o.ä. vorstellig werden und dort nach dem Preis fragen. Vor allem im Bekannten und Kollegenkreis herumhören, vielleicht kann der ein oder andere einen Betrieb empfehlen.

  • Sorry, aber wenn Du versuchst, Deinen Verkaufspreis auf Basis der vor "kurzem" verbauten Neuteile zu ermitteln, liegst Du da völlig falsch.

    Die Teilepreise für den 202 allgemein sind sehr human und Teile, die vor 4, 5, oder 6 Jahren verbaut wurden sind nicht mehr neu.

    Der Preis, oder Wert richtet sich einzig nach dem Zustand und dem zu erwartenden Arbeitsaufwand.

    Dass Lohnkosten inzwischen ins uferlose abgedriftet sind, hast Du ja wohl schon selbst bei Deiner Reparaturmöglichkeitsrecherche herausgefunden.

    Auch wenn einem Selbstschrauber die Arbeitszeit nicht so sehr interessiert, ist es trotzdem nicht unerheblich, wieviel Zeit da in eine Reparatur da rein fließt...

    Für den Laien sieht es oft einfach aus, da mal eben ein Blech rein brutzeln... Aber da können sich oft Stunden an Arbeit dahinter verstecken. Wenn die Wunden an der Karosserie verschlossen sind, sieht es nach nicht viel aus.

    Nur mal als Beispiel...

    Eine vergammelte Wagenheberaufnahmen, kann man mit nem Blechflicken und etwas U-Schutz in einer Stunde TÜV-konform zamflicken... Je nach Zustand können da aber für eine fachgerechte Reparatur, die auch die nachsten 4, oder 5 TÜV-Perioden überstehen und gleichzeitig einen optischen Anspruch erfüllen soll in eine 3, oder 4 Tage, füllende Operation ausarten. In einer Werkstatt schlicht nicht bezahlbar...


    Vielleicht stellst Du hier mal ein paar Bilder der Dir bekannten Problemzonen ein, dann kann man Dir vielleicht nen Rat geben.


    Gruß


    Jürgen

  • Poste doch bitte mal Bilder von dem Fahrzeug und am besten auch deine Preisvorstellung.

    Unter der Nummer finde ich nichts bei Mobile......


    LG


    Jürgen

  • Sofern der Stellplatz Geld kostet (z.B. angemietete Garage) ist der Punkt das Ding super flott zu verkaufen eigentlich schon längst erreicht, bzw. der zu erziehlende Betrag eher im 3 stelligen Bereich zu suchen (leider trotz der vielen getätigten Investitionen, die aber bei der KM Laufleistung eh notwendig sind).

  • Das Loch ist schon gigantisch. Aber: Wenn es das Blech noch gibt bekommt es eine Werkstatt recht gut rein die schweißen kann. Das muss kein BM Fahcbetrieb machen. Wenn der da ähnlich Aufgebaut ist wie der W210 kann man die schweißpunkte ausbohren und das ganze "Muldenteil" ersetzen. Hatte ich damals an meinem 210er gemacht, das war recht überschaubar. Zumal du "dort unten" keinen lackierer brauchst. Da reicht Eigenleistung aus beim Lackauftrag und anschließenden konservieren.


    Das weiß aber bestimmt unser Blechpapst Jürgen deutlich besser.


    Sofern sonst keine Überraschungen dich von einer HU trennen: würde ich das machen. Du kennst dein Auto ja und weißt das es quasi sonst vernünftig da stehen sollte. Mit einem Verkauf würdest du dein Geld sowieso nicht wieder sehen.

    Grüßle!

    Johannes


    Fuhrpark:

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug): 94er C180: Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 70.000km.

    2003er A209 CLK320 Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 198.000km.

    2005er S211 E500T Brillantsilber, Leder Anthrazit, Elegance, 234.000km.

    Omas 280SE: 78er 280SE: Cayenneorange, Stoff Bambus, 2. Hand seit 1980, 188.400km.

    Ehemalige:

    2002er S210 E430T 4matic: Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 391.000km.

  • Was nutzt es, wenn man das Loch flickt, für das es zwar ein Reparaturblech gab, aber nicht mehr gibt, alle Türen angerostet sind und auch sonst sicherlich genug Punkte zu finden sind, die bereits angerostet sind. Das Auto ist höchstens als Schlachtobjekt interessant, der einen vergleichbaren 202 fährt, bei dem er die guten Teile noch nutzen kann... Aber auch den Platz und die Möglichkeit hat, die Kiste für sich wegzustellen... Genauso setzt das voraus, dass es ein Selbstschrauber ist, der die Muse hat sich die gebrauchten Teile auszubauen, um sie in seinem Fahrzeug weiter zu verwerten.

    Der realistisch erzielbare Verkaufspreis liegt deutlich unter 1000,-€. Und auch da muss man erst jemand für finden... Oder halt in den Export geben.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Ich würde mich in Osteuropa (Baltikum) oder auf dem Balkan nach einem gut beleumundeten Karrosseriekünstler umsehen und das dort machen lassen. Wenn MB (die bei Karrosseriearbeiten mit Stundensätzen von 250-300 Euro kalkulieren) da Bedarf für 15-20 Arbeitsstunden sieht ist da auch mehr als das eine Loch....


    Entweder das, selber machen oder den Wagen für ein paar Hunderter in den Export geben das sind realistiisch die einzigen Möglichkeiten. Niemand bezahlt für einen C180 mit 400TKM mit Rost und ohne TÜV mehr, ganz egal was da technisch alles neu ist.