Erfahrungen mit Allwetterreifen, im Vergleich zu Winterreifen


  • :thumbup: Gerade bei unseren Schätzchen mit ihrer Rostanfälligkeit habe ich jedesmal Bauchschmerzen - wenn ich denn notgedrungen damit auf winterliche Straßen muß... =O

    So ne kleine günstige "Winter-H**e" schadet doch nicht und erweitert den Fahrzeughorizont. Jeden Winter mal was anderes Fahren. Günstig verdreckt einkaufen, einmal hübsch machen und im Frühling für identisch oder leichten Profit wieder verkaufen.

  • Na, ob das lohnenswert ist, die Winterhure, nachdem man sie aufgepeppelt hat, wieder zu verkaufen und beim nächsten wieder von vorne anzufangen...?

    Da bleibe ich lieber bei meiner Winterhure, die ich schon seit 2016 reite. Da kann ich dann den Aufwand und die Mühen, die ich investiert habe, auch ernten.

    Verkaufen ist relativ easy... Aber jeder Neukauf birgt Risiken. Bei dem, was ich habe, weiß ich aber, was ich habe. Auch wenn da aktuell 484tkm auf dem Zähler stehen, der Karren bringt mich zuverlässig ans Ziel, seit ziemlich genau 197tkm...

    Die jährlichen Investitionskosten bleiben mit ein paar Verschleißteilen bescheiden... Ab und an etwas Kosmetik und Pflege und die Karre tankt Dir das mit Zuverlässigkeit.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Es kommt bei den Reifen auf Hersteller, Alter, Nutzung, Anschaffungsprofil und vielen "Kleinkram" an.


    S211 fährt das ganze Jahr. WR+SR

    Restliche Benze nicht, da reichen Winterreifen ;) 202 soll lange erhalten werden, Cabrio und Schnee ist eher nunja und der W116 kann noch mehr Rosten als der 202.


    Für Fraus i20 sind Continental AllSeason Contact 2 drauf. Sehr zufrieden, auch wenn der nicht "hart" genutzt wird bei uns Dank Rheinebene.


    Nicht vergessen: Wenn man Bremswege von einem guten Allwetter wie z.B. die Contis oder Michelin mit einem Budgetreifen von Nankang und co vergleicht sind die Markenreifen EGAL ob trocken, nass, Schnee mindestens gleichauf oder gar besser. Wenn ich billige Ganzjahresreifen hab, können die neu auch grottiger als alles andere sein. Auf dem W116 waren mal Transporter Allwetterreifen von Maxxis drauf... da irgendwann vor meiner Zeit drauf bestanden wurde, dass da 185 6 PR drauf MÜSSEN wie es im Schein steht. Die waren als Standreifen gut. Das kann man fix in der Gleichung lassen.


    Aber:

    Wenn man jetzt den einen Reifen noch altern lässt, sieht es wiederum anders aus. Da nützt auch kein Michelin AllSeason was wenn der 10 JAhre alt ist aber noch vernünftiges Profil hat.

    Nehme ich jetzt noch dazu, dass je nach Dimension gute Allwetterreifen teils auf die Nutzungsdauer gerechnet ähnlich viel kosten können wie ein "Mischbetrieb" mit 2 passableren Reifen.

    Rechne ich noch dazu, dass ich einen 2. Felgensatz brauche.

    Rechne ich dazu, dass ich den kram noch lagern muss und z.B. in der Stadt wohne und es der Händler macht.

    Oder ich 3 linke Hände besitze und jedesmal die Werkstatt das Tauscht und einlagert...oder ich das Werkzeug nicht habe...

    Rechne ich es auf meine 4 Benze hoch, wenn die jedes mal tatsächlich im Ganzjahresbetrieb wären und WR+SR.

    Wohne ich mit fast immer Plusgraden, dass es lediglich zu "trockener Fahrbahn oder nasser Fahrbahn" kommt?


    Da kommt es auch viele Faktoren an. Generell wurden die Ganzjahresreifen, finde ich zumindest, im Laufe der Zeit doch immer besser und weiterentwickelt.

    Grüßle!

    Johannes


    Fuhrpark:

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug): 94er C180: Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 68.600km.

    2003er A209 CLK320 Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 198.000km.

    2005er S211 E500T Brillantsilber, Leder Anthrazit, Elegance, 230.000km.

    Omas 280SE: 78er 280SE: Cayenneorange, Stoff Bambus, 2. Hand seit 1980, 188.000km.

    Ehemalige:

    2002er S210 E430T 4matic: Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 390.000km.

  • Bei Allwetterreifen habe ich, leider, auch eine negative Erfahrung gemacht. Ist schon ein paar Jahre her, bin eine leicht abschüssige Straße runtergefahren, viel Schnee, Schritttempo und habe es nicht geschafft den ML zum stehen zu bringen, zum Glück war kein Verkehr. Mit Winterreifen ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht, wesentlich mehr Gripp. Auch wenn es ins Geld geht, Sommer und Winterreifen zu haben, hat nicht jeder, ok, für uns gibt es KEINE Allwetterreifen mehr, die Erfahrung war zu Negativ. Der ML bekommt nur noch Winterreifen, wir fahren nur noch 2 Fahrzeuge das ganze Jahr über. Wobei das eine natürlich auch Sommer und Winterreifen hat, beide mit permanentem Allrad. Nur, NIE mehr Allwetterreifen, ......Bei uns geht es halt wie im Hochgebirge auch mal steil rauf oder runter....... Nur in der Stadt mag es ja OK sein....Weit über 2 Tonnen Leergewicht rutschen halt, wenn, dann richtig. Winterreifen sind dann doch günstiger.......

  • Meine persönlichen Erfahrungen mit Ganzjahresreifen:

    Bei trockener Fahrbahn ist der Abrollkomfort im Vergleich zu Sommerreifen doch eher als rustikal zu bezeichnen. Abhilfe schafft da nur der Lautstärkeregler vom Autoradio. :)

    Bei Nässe durchaus fast auf dem Level von Sommerreifen.

    Bei winterlichen Verhältnissen und Schnee ging es trotz vorheriger Bedenken echt gut. Wenig Grip-Unterschied zu Winterreifen. Auch das Anfahren an Steigungen war kein Problem.

    Aber....und das könnte ein entscheidender Faktor sein. Diese Erfahrungen beziehen sich auf einen Audi A 4 (B7). Also, ein Auto mit Frontantrieb welches ohnehin konstruktionsbedingt eine höhere Traktion besitzt.

    Bei einem Heckantriebfahrzeug würde ich persönlich doch eher zu Winterreifen tendieren.

  • Kommt halt auch immer drauf an, ob man nen direkten Vergleich hat und ob man auf dem flachen Land wohnt, wo es keinen größeren Anstiege gibt.

    Bei 30° und mehr, war mit meinen Allwetterpellen definitiv Feierabend. Vom Abroll- und Geräuschkomfort will ich gar nicht erst anfangen.

    Da merkt man aber auch bei Sommereifen bei niederen Temperaturen ein enormen Unterschied zum Hochsommerbetrieb.


    Auch wenn immer viel behauptet wird, dass das Alter der Gummis großen Einfluss hat, sagt die Erfahrung in der Praxis, was anderes. Es mag definiv nicht mehr so gut, wie bei einem frischen Neureifen sein... Aber hatte schon mehrfach die Erfahrung machen dürfen, dass selbst ein älterer Markenreifen auf Schnee, immer noch besser auf Schnee performt, als ein niegelnagelneuer Ling- Long-Reifen.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • So ne kleine günstige "Winter-H**e" schadet doch nicht und erweitert den Fahrzeughorizont.

    Das stimmt - aber die würde ich als Großstadtbewohner und Wenig-Fahrer, glaube ich, nicht kaufen. Da wäre ein Stadtteil-Auto dann die passende Alternative. Dort wäre es mir dann auch egal, wenn ich in einer dieser neuzeitlichen Kisten mit ihrem omnipräsenten Billig-Plastik-Layout säße ;) .