Kardanwelle S202 M111 Schaltgetriebe

  • Die Lasersache habe ich auch auf dem Radar, ich stelle mir das folgendermaßen vor:


    Eine Hülse ähnlich der Zentrierhülse drehen, die saugend auf die Diff.welle paßt und deren Innendurchmesser auf der anderen Seite so ist, dass sich ein (möglichst kurzer) Laserpointer mit Metallhülle und mittigem Lichtaustritt ebenfalls saugend hineinstecken läßt. Alternativ ein kleines Bohrfutter "einstöpseln", das den Laserpointer hält.


    Wenn alles genau fluchtet, müßte der Laserstrahl das Zentrum der Getriebeausgangswelle treffen.

    Durch Verdrehen der Diff.welle kann man noch prüfen, ob der Laserpointer auch exakt fluchtet - der Lichtpunkt darf beim Drehen nicht aus dem Zentrum der Getriebewelle wandern.


    Eine eventuelle seitliche Fehlstellung von Diff. oder Getriebe müßte sich auch gut mit meinem Kreuzlinienlaser kontrollieren lassen.


    Ich werde berichten.


    Vielen Dank an alle Mitdenker und -tüftler!


    grischa.ka

  • wenn Du eine Drehmaschine hast könntest Du auch eine Scheibe drehen, die auf die Flansche von Getriebe und Hinterachsmittelstück passt und mittig eine Laseraufnahme trägt. So wäre die wechselseitige Ausrichtung einstellbar.

  • Sorry, macht es nicht so kompliziert.

    Der verlinkte, kleine Laser ist magnetisch. Den setze ich auf den Zentrierpin am Flasch, richte ihn parallel aus und prüfe auf 4 Positionen, im Abstand von 90°, die Stellung des Einen zum anderen Flasch. Idealerweise aber auch, wenn das Fahrzeug auf den Rädern steht und nicht auf ner Bühne, bei der die HA frei hängt.

    Die Abweichung, vorausgesetzt der Lagerung der HA ist in Ordnung, muss schon auffällig sein, wenn sich das im Fahrbetrieb erkennbar zeigt. Die Gummilager können normalerweise einiges ausgleichen.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Kleiner Zwischenbericht:


    Kardanwelle wieder raus,


    aufsteckbaren Laser gebastelt (Fotoeinfügen klappt nicht) aus stramm auf Welle sitzender Aluhülse, ein halblanges Stückchen Stahlrohr + 1 Lage Isoband zur Innendurchmesserreduzierung , so dass der Laser fest drinsteckt. Der Laser "eiert" so ein wenig, aber beim Drehen der Welle beschreibt der Lichtpunkt einen perfekten Kreis auf der Hardyscheibe am Getriebe, Durchm. ca. 15 mm - so läßt sich das Diff. prima ausrichten, die Genauigkeit sollte ausreichen.


    Diff. unterstützt, damit die Achse wenigstens in ihre Gummilager gedrückt wird (da keine Grube und keine Auffahrbühne),


    an der Getriebeaufhängung alle Flächen penibel gesäubert, Blechbrücke auf Verzug geprüft, gestrahlt, lackiert,


    am vorderen Diff.lager beide Gummiteile neu,


    Diff genau ausgerichtet mit U-Scheiben im 1mm Bereich,


    Kardan wieder rein,


    KEINERLEI VERÄNDERUNG !!!!

    Nächste Aktion: Andere Kardanwelle verwenden - auch ein Fachbetrieb hat vielleicht mal seinen schwachen Tag (aber gleich 3 mal?)


    Werde berichten.

  • Vielleicht nur die falsche Werkstatt? Sorry, nach dem was du bisher alles geschrieben hast, passt da sehr viel nicht zusammen......

    Zu mehr möchte ich mich dazu nicht äußern. Viel Glück bei weiteren Versuchen

  • Diff. unterstützt, damit die Achse wenigstens in ihre Gummilager gedrückt wird (da keine Grube und keine Auffahrbühne),

    Moin,

    mit dieser Methode ergibt sich nicht die gleiche Stellung, als wenn das Fahrzeug auf den Rädern steht.

    Vergleiche Bilder:

    Eingebauter Zustand und Neutrallage auf den Rädern stehend angenommen:
    Das Hinterachsgetriebe hängt mit seinem Eigengewicht plus Gewichtsanteilen der Gelenkwellen an drei Befestigungspunkten mit Gummi-Metall-Elementen am Hinterachgsträger.

    Aufgefrischt (1).jpg

    Der drehbar gelagerte Federlenker hinten nimmt außen die Radlast auf und bringt sie auf die Stahlfeder, die sich am Rahmenboden abstützt und den Wagen tatsächlich trägt. (Federn nicht im Bild).

    Dabei wirkt der Federlenker als Hebel mit Übersetzung, die Ferkraft ist höher als die tatsächliche Radlast und am inneren Gelenk entsteht ein Zug nach unten.

    Aufgefrischt (3).jpg

    Die vier Metall-Gummi-Elemente führen den Hinterachsträger und sind nach meiner Auffassung bei auf den Rädern stehendem Fahrzeug durch das Gewicht des Trägers plus Anteil Streben plus Gewicht Hinterachsgetriebe plus Anteil Gelenkwellen plus Rückwirkung Federlenker auf Zug vorgespannt.
    Das Fahrzeuggewicht lastet auf den Federn, nicht auf dem Hinterachsträger.

    Aufgefrischt (2).jpg


    (Da die Feder den Federlenker nicht in Achsflucht / Radmitte unterstützen kann ergibt sich auch ohne Antriebs- oder Bremskraft eine gereinge Kraft, die den Träger verdrehen will.)
    Bei auf den Rädern stehendem Fahrzeug hat das Hinterachsgetriebe einen bestimmten Winkel zur Waagerechten, bei Antriebsdrehmoment kommt es vermutlich vorn etwas hoch, beim Abbremsen geht es vorn etwas runter..

    Wenn das Fahrzeug angehoben wird lastet zusätzlich das Gewicht des Rades plus Radträger und Streben sowie der Restdruck der nicht vollständig entspannten Feder an den vier Gummi-Metall-Elementen der Achsträgerführung. Die vier Gummi-Metall-Elemente sind maximal gelängt, der Träger ist nicht in der Stellung der Neutrallage.

    Das Hinterachsgetriebe hängt weiterhin mit seinem Eigengewicht und den Gewichtsanteilen der Gelenkwellen im Träger.

    Wenn jetzt statt an den Rädern am Hinterachsgetriebe angehoben wird werden die Gummi-Metall-Elemente am Hinterachsgetriebe entgegen der normalen Einbauposition vorgespannt.
    Auch wenn das zusätzliche Gewicht der Räder und Radträger am Hinterachsgetriebe aufgenommen werden sollte ergibt sich eine anderere Ausgangslage des Hinterachsgetriebes zum Träger und ggf. auch zur Fahrzeuglängsachse als in Neutralstellung des Fahrzeugs.


    Die Darstellung der Wellenausrichtung mit aufgestecktem Laser ist als Methode prinzipiell brauchbar.

    Aber aus meiner Sicht war dies ein untauglicher Versuch, Knickwinkel zu minimieren.

    Die Neutralstellung ist Voraussetzung für den Erfolg und gleichzeitig mit der Ausrichtung des Hinterachsgetriebes muss die Gegenprobe mit der Flucht des Getriebeausgangswelle auf das Diff gemacht werden. Der Motor muss in den Motor / Getriebelagern auch richtig stehen.

    Gruß

    Pendlerrad