s202 Automatikgetriebe Kauftipps

  • Hallo zusammen,

    Da ich mich ungewollt von meinem w202 c230 trennen musst ( Unfall mit Totalschaden), bin ich nun wieder auf der Suche nach einem W202 aber als T-Model mit Automatikgetriebe. Hat jemand Tipps auf was ich speziell beim Kauf mit Automatikgetriebe achten sollte?


    Lg

  • Gangwechsel sollte weich und ohne Ruck erfolgen.

    Rückwärtsgang sollte sofort problemlos und ohne Ruck einlegbar sein.

    Kickdown und Beschleunigung sollte flüssig und ohne Verzögerung erfolgen.

    Keine Drehzahlschwankungen bei konstanter Geschwindigkeit.

    Ölstand bei Betriebstemperatur (80°) prüfen. Getriebeöl sollte rot und klar sein. Kein verbrannter Geruch sollte wahrnehmbar sein.

  • Checken ob ein Ölwechsel erfolgt ist. Die waren anfangs nicht vorgesehen, gerade bei Rentnerautos mit geringer Laufleistung kann es sein dass da noch die 25 Jahre alte Originalfüllung drin ist. Bei den letzten Modellen (ab Mj. 2000) ist der mit ca. 400 Euro ziemlich teuer weil nicht alles abgelassen werden kann sondern mit viel Öl gespült werden muss.

  • Mehrmaliger Wechsel geht auch. Effektiver wäre Schaltschieberkasten zerlegen und säubern, da die Spülung den Kram nie voll rausbekommen wird. Dann hat man aber Ruhe. Intervall wären 60.000km, rein kommt Fuchs ATF 4134

    Grüßle!

    Johannes


    Fuhrpark:

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug): 94er C180: Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 68.600km.

    2003er A209 CLK320 Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 198.000km.

    2005er S211 E500T Brillantsilber, Leder Anthrazit, Elegance, 230.000km.

    Omas 280SE: 78er 280SE: Cayenneorange, Stoff Bambus, 2. Hand seit 1980, 188.000km.

    Ehemalige:

    2002er S210 E430T 4matic: Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 390.000km.

  • Mehrmaliger Wechsel geht auch. Effektiver wäre Schaltschieberkasten zerlegen und säubern, da die Spülung den Kram nie voll rausbekommen wird. Dann hat man aber Ruhe. Intervall wären 60.000km, rein kommt Fuchs ATF 4134

    Hast Du den Schaltschieberkasten zerlegt und gereinigt bzw. es machen lassen?


    Gruß

    Holger

  • Ich habe den schon mal zerlegt, um ihn sauber zu machen, weil ich mir einbildete, dass es nötig ist sei.

    Konnte aber nicht wirklich feststellen, ob eine wirkliche Besserung dadurch am Schaltverhalten erreicht wurde.

    Bin nach wie vor, immer wieder erstaunt, dass man frisches Öl, gegenüber dem Alten, so deutlich spüren kann, obwohl es auch mit altem Öl nix am Schaltverhalten zu bemängeln gab.

    Die 722.6 im 202 ist bei regelmäßiger Pflege eigentlich sehr haltbar. In Kombination mit dem 230K und "sportlichem" Fahrer, meist deutlich haltbarer, als das Schaltgetriebe.


    Im Zweifelsfall, bzw. bei fehlender Dokumentation macht man einfach einen neuen kompletten Flüssigkeitswechsel. Alle Öle und Flüssigkeiten neu und man kennt den aktuellen Wartungsstand. Bei so alten Autos, ist oft im Diff, oder der Servo noch die Werksfüllung drin. Die darf mach 30 Jahren ruhig mal gewechselt werden... 🙈


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Hast Du den Schaltschieberkasten zerlegt und gereinigt bzw. es machen lassen?


    Gruß

    Holger

    Ich nicht, aber Kumpel hatte einen vernachlässigten C180 mit 722.6 gekauft. Dort war nach 180.000km ohne "Wechselnachweis" Belag drauf/ drin. Schaltverhalten war danach dann deutlich besser. Außerdem sitzen 3 Feinfilter drin, selbst gelöster Dreck muss ja irgendwo hin. Er hat die Anleitung hier verwendet: https://www.derpade.de/722-6-a…ebe-schaltschieberkasten/


    Je nach Fehler - falls man denn einen hat - kann es ja auch die Platine sein. Dann Febi kaufen, da in der Schachtel die Platine von MB liegt mit rausgefrästen Sternen. Hatte die zum Vergleichen auch schon in der Hand. Spart dann im Ernstfall so 500€.


    Die 722.6 im 202 ist bei regelmäßiger Pflege eigentlich sehr haltbar. In Kombination mit dem 230K und "sportlichem" Fahrer, meist deutlich haltbarer, als das Schaltgetriebe.

    Die regelmäßige Pflege macht es. Und Robust sind die auf jeden Fall. Frisches Öl bringt viel, auch durch die Additivierung im Öl selbst. Am CLK deutlich gemerkt, der hatte nur den 60k Service bekommen der mal eingeflossen ist in die Wartungsempfehlungen seitens MB. Aber bei 190k km war das Öl dann logischerweise auch fertig.


    Bei so alten Autos, ist oft im Diff, oder der Servo noch die Werksfüllung drin. Die darf mach 30 Jahren ruhig mal gewechselt werden... 🙈

    Definitiv! Der alte Runde Napf für Servoöl aus Metall braucht Mann Filter H85. Die neueren haben einen Plastikbehälter in dem ein Filter drinsitzt der NICHT getauscht werdne kann, da muss der gnaze Behälter dann neu. Ist aber auch machbar.

    Grüßle!

    Johannes


    Fuhrpark:

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug): 94er C180: Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 68.600km.

    2003er A209 CLK320 Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 198.000km.

    2005er S211 E500T Brillantsilber, Leder Anthrazit, Elegance, 230.000km.

    Omas 280SE: 78er 280SE: Cayenneorange, Stoff Bambus, 2. Hand seit 1980, 188.000km.

    Ehemalige:

    2002er S210 E430T 4matic: Brillantsilber, Leder Anthrazit, Avantgarde, 390.000km.

  • Wie hoch ist da der zeitliche Aufwand das alles zu zerlegen, die Filter zu wechseln und dann wieder zusammenbauen? Als Werkstattkunde muss ich das ja teuer bezahlen.

    Das Weglassen der Ablasschraube am Wandler war wirklich keine tolle Idee damals.

  • Nicht das Zerlegen und Zusammenschrauben ist der entscheidende Zeitfaktor, sonder das putzen und puhlen, um den Dreck aus den Ecken zu bekommen.

    Idealerweise hat man ein Ultraschallbad in der Größe des Schaltschieberkastens. 3 Stunden sind da problemlos zu veranschlagen.

    Letztlich ist es eine Fleißaufgabe...

    Ich behaupte, kaum einer würde den Unterschied, ob nur frisches Öl drauf gekommen, oder der Schaltschieberkasten komplett grundgereinigt wurde, bemerken.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97