Macht Elektromobilität krank?

  • Wanderfeldröhren gab´s auch mit 1 KW und mehr Leistung.

    Die alten Funkkoffer vom Bund hatten die drin für den Richtfunk.


    Die Jungs auf den Koffern waren entweder alle unfruchtbar oder konnten nur Mädels produzieren xD

    Nein, quatsch. Spass beiseite. Es gab da mal in den 80/90ern wohl Untersuchungen düber. Hab das aber nicht weiterverfolgt, war ja kein Funker 8)

  • Ich weiß, es schweift vom Thema ab:


    Elektromobilität macht krank, im Sinne von: jetzt ist es das Allheilmittel! Kaum jemand denkt an die Produktion. Die kostet viel Energie, was machen wir mit den alten Akkus? Neuwagen brauchen Ressourcen an Strom und Wasser, die einem 3 Personen Haushalt für 10 Jahre reichen. 29MWh und 260.000l Wasser. E-Fahrzeuge durchaus nochmal zusätzliche 6 Jahre obendrauf. Stattdessen lieber den Verbrenner wegwerfen und E kaufen? Zumindest nicht mein Fall. Der W123 mit nachgerüstetem KAT schafft locker D3, braucht ca. 9-10l und fährt seit 36 Jahren. Das möchte nachtürlich auch die Industrie nicht, dass so etwas so lange hält. Kann es aber, wenn man die Wegwerfmentalität überwindet. Oder nen günstigen Wasserstoffverbrenner. Baut Solar-Wärmekraftwerke (ohne Fotovoltaik, was mit den alten Modulen passiert werden wir noch sehen) in der Sahara und Elektrolyse. Oder gleich mapgeshcneiderten Kraftstoff synthetisieren.


    Sinnvoller wäre es, wenn man bestehende Fahrzeuge irgendwann durch die technische Entwicklung umrüsten kann, wenn sich die Akkutechnik noch weiterentwickelt. Aber momentan bin ich noch kein Freund der Elektrifizierung auf der Straße. Bei der Bahn gerne. Wenn dann aber wieder wie bei uns der P&R 5€ pro Tag kostet, die Bahn in der Regel 5 min zu spät ist und auch mal der letzte Zug des Tages ausfällt, sorgt das natürlich neben den Bahnpreisen nicht gerade für Wohlbehagen. Zumal laut Spiegel die Bahnpreise seit 2000 um 79% gestiegen sind. Autounterhalt unter 40%.

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug):

    94er W202.018 Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 57.000km


    Spaßmobil/ Bollerwagen (geteilt mit Kollegen):

    97er R170.447 Schwarz, Leder blau/schwarz, handgerissen


    Traditionsfahrzeug/ rollende Restauration (mit Kollege):

    82er W123.223 Classicweiß, Stoff olive, Antenne mechanisch, Servo, WD Glas ringsum. Sonst nix 8)

  • Es denken schon einige Leute daran, sehr viele sogar. Aber keine, die für irgendwelche Grenzwerte oder Gesetze zuständig sind.


    Die DUH ist die größte Lachnummer des Jahrtausends mit ihren Aktionen, da denkt auch keiner an die Umwelt oder sonstiges. Mit der ganzen Dieselabwrackerei schädigt man der Umwelt mehr als alles andere. Elektro ist nur vorne sauber, aber das genügt den Meisten Käufern ja auch. Wobei nicht alle E-Autos kaufen weil sie der Umwelt was gutes tun wollen - meist nur die Tesla Fahrer denken so. Die jüngeren Leute interessieren sich immer weniger für Autos (sehe es ja in meinem Freundeskreis), lieber Bahn fahren oder sich mit 100 Leuten eins teilen. Werkstätten? Reparieren? Instandhaltungskosten?! Nein danke, man kann ja neu kaufen. Unser 5er Golf Diesel fällt ja auch in die Kategorie "Schmutzfink". Selbst ICH fahr den mit 4,5l. Mein CLK braucht mit 240 PS im Schnitt 8 - 8.5 bei normaler Fahrt. Den AMG fahr ich mit 11l. Ein neuer TDI braucht auch 4l, nen C250 benötigt auch 7 - 8l und von den 43ern mit 10l+ braucht man gar nicht reden. Der "Fortschritt" der letzten 15 Jahre ist für mich gleich 0. Einzige Argument ist "Autos werden ja immer schwerer und haben mehr Technik an Bord" - Schwachsinn... Die Realität interessiert eh niemand mehr, Werte auf dem Papier sind viel wichtiger.


    Ich bin noch immer für Altblech, aber ich kaufe ja auch Handys und son Zeug meist gebraucht ..

  • Der Ansatz ist aus ökologischer Sicht genau richtig, anstatt( altblech) nach 6-7 Jahren zu verschrotten und das gleich zweimal nacheinander (abwrackpremie - Dieseldebatte) hätte man für die Umwelt Zuschüsse für den verbleib von alt Fahrzeugen geben müssen.

    Ausserdem könnte man sie leicht auf Elektro umrüsten.

    Das will aber unsere Wirtschaft net, aber für unsere Natur wäre es besser gewesen.

    Allenernstes soll ich dann auch noch in einem Elektrowagen über die induktionsspule rutschen.

    So blöd kann man dann wohl nicht sein oder?


    Gruß Stephan

  • Und genau das ist das einzige worum es geht: "unsere Wirtschaft". Es interessiert sich keine Sau für die Menschen, die sich nichts neues leisten können oder für die Menschen, die krank werden. Wozu auch, mit sauberer Luft kann man sich nichts leisten. Mit mehr verkauften Autos hingegen schon. Die deutsche Industrie verpennt leider momentan viel zu viel. Mini Motoren und Turbolader die in den bei der Prüfung relevanten Bereichen effizient laufen, darüber hinaus nicht mehr. Mazda bekommt das auch mit nem 2,xl Sauger hin.

  • unser Verkehrsminister, der He. Scheuer ist ja eine Ausgeburt an Intelligenz. Ich dachte immer, nach Ram-sauer kann es nicht mehr schlimmer werden. Aber dann kam Dobrindt und der wird noch von Scheuer getoppt. Die Partei da findet immer noch einen noch unfähigeren Versotgungsempfänger.

  • Neuwagen brauchen Ressourcen an Strom und Wasser, die einem 3 Personen Haushalt für 10 Jahre reichen. 29MWh und 260.000l Wasser.

    Hast du eine Quelle dazu?

    Denn alle Quellen die ich dazu habe (von VW bis Greenpeace) sagen anderes (dabei sind diese relativ ähnlich, weil es wohl kein Motov gibt, diese hoch oder runter zu rechnen).

    Hier ist eine Quelle, die aber genauso in dem Bereich liegt:

    http://www.spiegel.de/auto/akt…-neuwagens-a-1066558.html

    Macht bei 6-9 Tonnen CO2-Äquivalent bezogen auf den deutschen Strommix ca. 12-18 MWh.

    Aber dein Vergleich mit dem Haushalt ist einfach falsch, so wie er da gemacht ist. Denn im Haushalte verbraucht man generell recht wenig Energie. Meine Frau und ich haben zwei sehr sparsame Fahrzeuge (5,2l/100km Diesel und gut 3,5kg/100km Erdgas), trotzdem verbrauchen die ein vielfaches an Energie von dem was wir im Haushalt verbrauchen (Heizung, Warmwasser, Strom).

    Unsere Autos verbrauchen auf Dauer ebenfalls ein Vielfaches an Energie von dem was die Herstellung gebraucht hat.

    Induktion mag angehen bei Nahverkehrsbussen, die immer wieder an der Endstation 20 Minuten Standzeit haben.

    Nein, auch da ist es unsinnig.

    Eine manuelle oder auch automatisierte Steckerlösung wird klar zu bevorzugen sein. Es gibt keinen Grund enorme Verluste hinzunehmen, erst recht nicht, wenn das Vehikel steht.

    unser Verkehrsminister, der He. Scheuer ist ja eine Ausgeburt an Intelligenz.

    Was soll er denn machen?

    Das Kind wurde vor Jahren von der Politik in den Brunnen geworfen. Da kann man noch so intelligent sein, das holt man nicht mehr raus.


    Ich beneide ihn wirklich nicht um den Job, denn ich wüsste auch nicht, wie man den Murks aus Brüssel vom Eis bekommt.

    C220CDI, BJ2000, produzierte auf gut 110tkm 17 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?
    C250CDI, BJ2010, produzierte auf gut 80tkm 16 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?

  • Aber dein Vergleich mit dem Haushalt ist einfach falsch, so wie er da gemacht ist. Denn im Haushalte verbraucht man generell recht wenig Energie.

    Stromverbrauch ist hier noch mit elektrischer Heizung und Warmwasseraufbereitung einbezogen. Und es geht nur um den Energiebedarf für die Herstellung eines Neuwagens, denn weder dein Diesel noch der erdgasbetriebene Verbrenner laufen mit Strom. Daher ist das nicht "einfach falsch, so wie er da gemacht ist", ich hoffe die Erklärung macht das etwas verständlicher.


    Nicht bezogen ist es dauf den Energieverbrauch durch Mobilität an sich, da fallen die Autos bei meiner Rechnung komplett raus. Ein Auto verbraucht immer Energie, egal ob alt oder neu. Die genauen Quellen für den Energieverbrauch an MWh in der Herstellung muss ich nochmal raussuchen, hatte das nur mal als Vergleichswert notiert. Ich möchte hier aber keine Diskussion losbrechen die noch ausartet =)


    Es ist nur fraglich ob wir etwas gewinnen, wenn wir einen drei Jahren alten Euro 5 Diesel (vielleicht sogar) abwracken oder ins Ausland verkaufen und dann einen Neuwagen dafür anschaffen, um (die Prämie zu kassieren, oder) ein gutes Gewissen in Punkto Umwelt zu haben. Was mir auch noch eingefallen ist: das Vertriebssystem für flüssige Kraftstoffe ist sehr sehr ausgereift. Wenn wir das Stromnetz jetzt so usmtricken, dass jeder Haushalt eine Wallbox bekommt kostet es einiges und geht nicht von jetzt auf nacher.


    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug):

    94er W202.018 Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 57.000km


    Spaßmobil/ Bollerwagen (geteilt mit Kollegen):

    97er R170.447 Schwarz, Leder blau/schwarz, handgerissen


    Traditionsfahrzeug/ rollende Restauration (mit Kollege):

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  • Und es geht nur um den Energiebedarf für die Herstellung eines Neuwagens, denn weder dein Diesel noch der erdgasbetriebene Verbrenner laufen mit Strom.

    Auch die Herstellung eines Neuwagens läuft größtenteils auf der Energiefront nicht auf Basis von Strom.
    Daher ist es auch so üblich das alles in CO2-Äquivalent auszudrücken. Mit einer Basis beim Strom (z.B. dem deutschen Strommix ... der dank Energiewende nicht gut ist ... kann man das alles natürlich auch in kWh oder MWh umrechnen).


    Ich wollte damit nur sagen, dass grade hier, aber nicht nur hier, der Effekt der Herstellung deutlich überbewertet ist. Ich bin bei dir, Euro 5 Diesel zu entsorgen ist der umwelttechnische GAU, vor allem wenn man sieht, dass die Luft so sauber wie noch nie ist, einen klaren Trend hat immer besser zu werden und auch die Grenzwerte werden in wenigen Jahren überall "von allein" eingehalten werden.


    Autos sollte vernünftig aufgebraucht werden (wie alles andere auch), aber übertreiben macht meist auch keinen Sinn.

    Braucht der Neue einen guten Liter weniger als der Alte (und das gilt bereits, wenn der "Alte" einen Tag und 1km alt ist), dann ist es energetisch sinnvoll den Alten unmittelbar zu verschrotten (Basis: 200.000km zukünftige Nutzung). Das sind ca. Angaben ;).

    C220CDI, BJ2000, produzierte auf gut 110tkm 17 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?
    C250CDI, BJ2010, produzierte auf gut 80tkm 16 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?

  • (Basis: 200.000km zukünftige Nutzung). Das sind ca. Angaben ;)

    Die ca. Angaben wären auch bei mir besser gewesen, deine Argumente sind da weiser gewählt =) Die 200.000km werde ich als Wenigfahrer noch eine Weile in Angriff nehmen müssen, heute waren es 57.540km auf dem Imperialroten. Im Schnitt sind es bei mir 6.000 - max. 7000km pro Jahr.

    Opas Ehemaliger (jetzt Sommerfahrzeug):

    94er W202.018 Imperialrot, Stoff schwarz, Elegance, 1. Hand, 57.000km


    Spaßmobil/ Bollerwagen (geteilt mit Kollegen):

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    Traditionsfahrzeug/ rollende Restauration (mit Kollege):

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