Macht Elektromobilität krank?


  • Gefahr für Lokführer?


    Der Effekt ist gesichert, aber dennoch rätselhaft: Den biologischen Mechanismus kennt niemand, und in Tierversuchen lässt sich die Steigerung des Risikos nicht nachvollziehen. Da nur sehr wenige Kinder solchen Feldern ausgesetzt sind, könnten Magnetfelder allenfalls ein Prozent dieser Krebsfälle erklären. Jedenfalls hat darum die Weltgesundheitsorganisation Magnetfelder mit niedriger Frequenz, also zum Beispiel 50 Hertz, schon 2002 als "möglicherweise krebserregend" eingestuft.



    Gruß Stephan

  • Naja, macht nicht alles irgendwo krank? Jeder rennt jeden Tag mit Smartphones, Tablets, Laptops,... durch die Gegend. Ich habe früher als jugendlicher mit Elektro RC-Cars hantiert, vom Prinzip nichts anderes, macht das jetzt auch krank? Neben mir lagen auf der Rennstrecke mindestens 150 Akkus die geladen wurden, zudem waren 15 - 20 Autos gleichzeitig auf der Strecke.

  • Im Gegensatz zum Erdmagnetfeld werden elektromagnetische Felder von einem Faradayschen Käfig abgeschirmt. Im inneren der Lokomotiven und Waggons dürfte das Personal daher kaum besonderen (Mehr-)Belastungen ausgesetzt sein. Entsprechende Felder durch innerhalb des Käfigs vorhandene Ströme durch Leitungen, Motoren, etc. lassen sich in vielen anderen Arbeitsumgebungen, man denke beispielsweise an industrielle Fertigungshallen, finden.


    Ich sehe da keine auch im Vergleich besondere Belastung bei Zugpersonal.

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    Elektroautos: Laden während der Fahrt?




    Neue Technik ermöglicht drahtlose Stromübertragung auf bewegte Objekte



    Strom to Go: US-Forscher haben eine Technik entwickelt, mit der Strom auf bewegte Objekte übertragen werden kann – ohne Kabel oder direkten Kontakt. Daduch könnten beispielsweise Elektroautos während der Fahrt geladen werden, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin "Nature" berichten. Möglich wird dies durch eine Weiterentwicklung der Ladung mittels Induktion: Ein wechselndes Magnetfeld in der Ladespule dient als Überträger.


    Was haltet ihr davon?


    Gruß Stephan

  • Was ich davon halte ? Garnichts wegen zwei Gründen:


    Bei einer drahtlosen Übertragung hat man immer wesentlich höhere Verluste als mit Kabel. Natürlich hat Funk seine Berechtigung bei mobilen Empfängern und geringen Sendeleistungen aber wenn man z.B. zu faul ist, sein Handy an ein Kabel anzuschließen und es statt dessen lieber in eine Induktionsschale legt dann ist das in meinen Augen dekadent.


    Die Gefahren von Elektrosmog oder wie man es auch immer nennen mag steigen mit der Leistung; bei einem Mobilfunksendemast o.ä. werden geringste Leistungen versendet welche nicht krank machen. Bei einer militärischen Radaranlage im vergleichbaren Frequenzbereich ist dies anders, diese senden aber auch mit wesentlich höheren Leistugnen. Wenn nun ein Akku geladen werden soll ist dies auch mit höheren Leistungen verbunden. Natürlich wird dies in einem anderen Frequenzbereich erfolgen und die Felder werden sicherlich auf die Fahrzeuge und nicht auf die Umwelt ausgerichtet aber es wird genügend Streufelder geben.


    mfg

    mb


    OK, ich bezog mich auf elektromagnetische Felder.

  • aber wenn man z.B. zu faul ist, sein Handy an ein Kabel anzuschließen und es statt dessen lieber in eine Induktionsschale legt dann ist das in meinen Augen dekadent.

    Du hast recht, dass der Wirkungsgrad der Übertragung natürlich grauenhaft ist.

    Aber bei Handys und Zahnbürsten ist das sicherlich hinnehmbar. Einfach weil die einfach nur Peanuts an Strom/Energie verbrauchen und die Verluste relativ zwar hoch sind, absolut aber nicht ins Gewicht fallen.

    Was jetzt bei dem Konzept der Induktion für Autos neu sein soll, das erschließt sich mir aber nicht. Hier geht es aber um richtig viel Energie und um Verluste, die absolut gesehen ganz sicher nicht Peanuts sind. Das ist echte Energieverschwendung.


    P.S.: Die Nummer mit der Gesundheitsgefährdung sehe ich nicht. Das Schlimmste (und sicher nicht zu vernachlässingde) daran dürfe der Plazebo-Effekt bei den "erkrankten" Personen sein.

    C220CDI, BJ2000, produzierte auf gut 110tkm 17 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?
    C250CDI, BJ2010, produzierte auf gut 80tkm 16 Cent/km an Kosten. Wer kann das toppen?

  • Es gab vor Jahren auch mal die Idee im Raum eine Solargroßanlage zu stationieren und die dort erzeugte Energie mittels Mikrowellenstrahl auf die Erde zu senden. Da sollte in ein 50x50km großes menschenleeres Gebiet gesendet werden und von dort eingespeist werden. Verschwand dann in der Schublade, was wohl auch besser war.


    Induktion mag angehen bei Nahverkehrsbussen, die immer wieder an der Endstation 20 Minuten Standzeit haben. Für die Fahrt ist das Unsinn. Zumal der Luftspalt wirklich ein Problem ist.


    Radaranlagen arbeiten mit Impulsleistungen im zig KW Bereich. Aber auch die SNG-Anllagen der Fernsehübertragungswagen sind nicht so trivial. Ich würde vermeiden da in den Strahl zu kommen. Die Ausgangsleistung der Wanderfeldröhre beträgt volle 600W. So ein Ding ist im Prinzip ein Mikrowellenherd, aber mit etwas anderer Technik.