Wartezimmer - freie Unterhaltung

  • Ich habe mir jetzt mal günstiges Glasfaser-PETG besorgt, bin gespannt wie sich das im Vergleich schlägt. Vielleicht drucke ich mir doch noch den ein oder anderen Spoiler :crazy:


    In der 201er-Community sind sie schon recht weit, da werden mittlerweile ganze Verkleidungsteile gedruckt.

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  • Auch wenn die da spekulieren, dass Mercedes die alte Ölwanne nur aus Lagerhaltungsgründen hat entfallen lassen, so würde ich das für etwas oberflächlich gedacht halten.


    Warum hat man den Ölstandssensor denn überhaupt geändert? Ich würde da schon von einem handfesten Grund ausgehen, denn das hat Mercedes sicher auch Geld gekostet. Und das wird der Grund dafür sein, dass man die alte, vermutlich konstruktiv schlechte Lösung, auch nicht mehr verbauen will. Natürlich stellt sich trotzdem die Frage, ob das kundenorientiert ist, in Anbetracht des Mehraufwands.


    Aber was ich mich immer wieder bei den Autodoktoren frage ist, wie zeitwertgerecht sind diese Bastellösungen? Ordentlich machen braucht laut eigener Aussage ca. einen Arbeitstag. Herumsuchen, bestellen, ausprobieren allein einen halben Arbeitstag. Lange mit der Kundin sprechen kostet wieder Zeit. Dann das Teil bearbeiten ebenfalls. Irgendwo liegt die Bastellösung an Zeitaufwand (Werkstattaufwand) irgendwo auf der Höhe es ordentlich zu machen. So ganz komme ich da oft nicht mit, es sei denn, YouTube zahlt die Rechnung, aber das lässt sich kaum verallgemeinern.

  • Mag sein, dass bis zur Umsetzung der Bastellösung, der Zeitaufwand in ähnliche Dimensionen abgedriftet ist, was man natürlich auch der Kundin nicht 1:1 verrechnen kann. Aber zum einen unterschlag'st Du dabei die vermiedenen Ersatzteilkosten und zum anderen den Gewinn an Erfahrung, den man nutzen kann, sollte man in naher Zukunft bei ähnlich gelagerten Fällen haben..

    Ein weiterer, erheblicher Faktor ist der Service am Kunden geht immer vor purer Profitgier... Sowohl der zufriedene Kunde selbst, der dann auch gerne wieder kommt, genauso wie die daraus entstehende Mundprobaganda kann mitunter mehr Wert sein, wie der Verdienstausfall. Nen Kunden mit der Methode, wie vom Hersteller erdacht, bringt garantiert nur einmal Geld ein... Für den nächsten Reparaturauftrag kommt der Kunde, oder in dem Fall diese Kundin nicht mehr wieder... 🙈.

    Und das hat rein gar nix mit Youtube zu tun... Was sich in deren Fall natürlich, bei dem gezeigten Beispiel, noch zusätzlich ausschlachten lässt.


    In einer Werkstatt gibt es garantiert nicht selten, ähnlich gelagerte Fälle, wo man den Aufwand nicht 1:1 auf den Kunden umlegen kann, bzw. auch kein vernünftig denkender Werkstattinhaber. Das Arschloch kann man halt immer nur einmal aushängen lassen.


    Gruß


    Jürgen

    250T Turbodiesel, Kl. Mopf 10/96 und 01/97

  • Wie gesagt, ich empfinde diesen Fall als sehr zwiespältig. Vollkommen richtig, dass auf der einen Seite etwas Ersatzteilkosten vermieden wurden, auf der anderen Seite kann man schon ein gewisses qualitatives Fragezeichen hinter diese Bastellösung setzen. Dieser Fall lässt eine klare Eindeutigkeit weit vermissen.


    Und dieser Fall ist bei den AutoDocs auch kein Einzelfall, was die Arbeitszeit angeht. Vermiedene Ersatzteilkosten sind schön, aber die Stundensätze von Werkstätten sind ja nun wirklich kein Schnäppchen. Und wenn die da stundenlang zu zweit herum suchen und herum testen, dann frage ich mich regelmäßig, welcher Kunde das bezahlen will? Und das hat auch nichts mit Profitgier zu tun, sondern schlicht mit einer Kostendeckung, die eine Werkstatt gewährlisten MUSS. Dabei kann man im Ausnahmefall sicher auch mal eine Mischkalkulation fahren und gewisse Tätigkeiten unter Lerneffekt verbuchen, aber die Nummer hat auch enge Grenzen. Denn bezahlen müssen das die anderen Kunden mit ihren Rechnungen.


    P.S.: Wenn es dumm läuft und die Wahrscheinlichkeit dafür ist leider nicht verschwindend gering, dann kommt der nächste Kunde mit einer defekten Ölwanne in vielleicht einem Jahr und dann ist das dieses Ersatzteil des Drittherstellers auch nicht mehr verfügbar. Dann war die ganze Erfahrung für den Popo.

  • Wobei das bei der Baureihe 169 irgendwie alles nicht so richtig passt. Da was das "Coupe" schließlich ca. 1200€ günstiger, als die "Limousine" ... naja, dazu kann man wohl nur: "Hmm, Coupe :o-o:" sagen ;).

    Der Zweitürer wurde erst später als Coupe vermarktet. Das war sozusagen das Aufbäumen des Marketings. Da wurden doch kaum 5000 von verkauft.

    ein richtiger Mercedes hat den Stern auf der Haube :P

  • Der Zweitürer wurde erst später als Coupe vermarktet. Das war sozusagen das Aufbäumen des Marketings. Da wurden doch kaum 5000 von verkauft.

    Wobei das Marketing defintionsgemäß richtig lag. Nur bringt das weglassen von 2 Türen = Coupe eben nicht gleich eine sportlichen attraktiven Effekt, wo der Kunde bereit ist, einen Mehrpreis hinzulegen.