S202 Reisemobil

Foto

Fahrzeugmarke
Mercedes-Benz
Modell
C-Klasse
Bezeichnung
C 220
Variante
CDI
Baureihe
S202
Ausstattungsline
Elegance
Fahrzeugalter
Jahre
Erstzulassung
1999-07-08
Farbe
Silber
Status
Zugelassen

Basisdaten

Fahrzeugmarke
Mercedes-Benz
Modell
C-Klasse
Bezeichnung
C 220
Variante
CDI
Baureihe
S202
Ausstattungsline
Elegance
Fahrzeugalter
Jahre
Erstzulassung
1999-07-08
Farbe
Silber
Status
Zugelassen

Serienausstattung

Glasschiebedach
Anhängerkupplung
Nivauregulierung Hinterachse
Leichtmetallräder
Fensterheber elektrisch
Sitzheizung vorn
Regensensor
selbst nachgerüstet:
Zuheizer zur Standheizung / Motorvorwärmung aufgerüstet, Timer / Elektronik Eigenbau
Tempomat Waeco, Steuerung / Vorteiler Wegsignal Eigenbau
Klimaanlage
Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerferreinigung und elektr. Leuchtweitenregulierung
Bose-Soundsystem
Lederausstattung
automatisch abblendender Rückspiegel
Tagfahrlicht

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Durchgeführte Modifikationen (Der Benutzer hat noch keine Daten zu durchgeführten Modifikationen hinterlegt.)

Geplante Modifikationen (Der Benutzer hat noch keine Daten zu geplanten Modifikationen hinterlegt.)

Audiokomponenten

Bose Soundsystem, Bassbox in Seitenverkleidung des Kofferraums (unsichtbar)

Sonstiges

Hallo,

hier ein paar Informationen zu meinem Reiseauto.

Nach dem Erwerb des arg rostigen Benz 2015 haben mein Sohn und ich den Wagen zunächst hochgebockt und ab Höhe Türzierleisten nach unten eine aufwändige Rostsanierung begonnen.

Bis heute waren alle 5 Türen einmal ab, Differential, Tank und die Hinterachse komplett raus.

Hydraulik- und Bremsleitungen sind neu (Cunifer 4,75 mm und 6 mm).

Schweißarbeiten waren an den Wagenheberaufnahmen und einigen Befestigungspunkten der Unterbodenverkleidungen erforderlich.

Alle Roststellen und auch die zu schweißenden Bereiche wurden zunächst mit einem Bahco-Dreiecksschaber freigekratzt, dann sandgestrahlt. Die PVC-Beschichtungen müssen vor dem Schweißen vollständig entfernt werden, sonst bildet sich bei der Verbrennung der Reste Salzsäure. Nach dem Schweißen habe ich meist noch einmal sandgestrahlt, alle blanken Bleche mit Verdünner geputzt und mit Brantho Korrux 3in1 gestrichen. Die aufeinander folgenden Farbschichten sollten immer kontrastreich sein, z. B. schwarz, dann weiß, ggf. zweimal bis es wirklich weiß ist (oder Silber). Ich gebe gern fünf Schichten Farbe drauf. Das Ganze funktionierte bisher ohne Neulackierung, weil der Rost sich noch nicht weit auf die Tür- und Seitenflächen gefressen hatte. Der Wagen hat jetzt an den neuralgischen Kanten grau gestrichene Zierstreifen, nicht schick, aber praktisch und für mich eine persönliche Note.

Die Hohlräume sind mit Liquid AR (heiß-) behandelt und bei der Montage wurde immer reichlich Gel BN verwendet (wie AR lanolinbasiert).

Besonders an den vielen Klipsen und Kunststoffschraubköpfen hat sich das Gel BN bewährt, bis heute ist an den restaurierten Türzierleisten und Kotflügeln kein Rost zurückgekehrt.

Die entspannte Fahrweise mit dem 220 CDI begeisterte uns auf langen Touren und lieferte die Motivation für weitere Verfeinerungen.

Zunächst wurde ein Waeco-Tempomat mit selbstgebautem Wegimpulsteiler eingebaut.

Dann folgte die Aufrüstung des Zuheizers zur Standheizung / Motorvorwärmung. Wir nutzen die Vorwärmung nahezu vor jedem Start, es gibt praktisch keinen Kaltlauf mehr. Ab etwa 20 km Fahrstrecke scheint sich der Verbrauch der Standheizung schon mit Einsparung durch fehlenden Kaltlauf auszugleichen, wir stellen keinen Mehrverbrauch fest. Für den Motor ist es auf jeden Fall ein Plus, er wird ja immer schonend über das Kühlwasser angewärmt.

Sehr aufwändig war die Nachrüstung einer Klimaanlage, auch das Bose Soundsystem hat etliche Stunden gekostet. Als letztes folgte die Nachrüstung von Xenon incl. elektrischer Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferreinigungsanlage.

Einige kleine Dämmmaßnahmen und der Austausch der Gummielemente der Hinterachsaufnahme und der hinteren Radlager sowie Überholung der Antriebswellen brachten uns jetzt ein extrem leises Fahrzeug. Das ursprünglich anfällige Scheibenwischergetriebe ist mit einer selbst gebauten, drehmomentstarken Zahnradverbindung zuverlässig geworden.

Ich führe über alle Arbeiten Aufzeichnungen, bis heute haben wir 1.300 Arbeitsstunden für die Restaurierung, Reparaturen und Wartung inklusive aller (Elektronik-) Basteleien aufgewendet.

Gruß aus dem hohen Norden

Pendlerrad

Kommentare 1

  • Ich glaube, du hast dir ein Fahrzeug für die nächsten dreißig Jahre zurecht gemacht.