Warum der Adler alle Tauben fressen könnte
-
adler-tag -
March 9, 2012 at 9:59 AM -
897 times read -
8 Comments
Da einige Zeit ins Land gestrichen ist, habe ich mir gedacht, dass ich meinen Mitmenschen von dem Leid eines Adlers erzählen kann.
So wie es die Natur bestimmt hat, gibt es im Tierreich Adler und Tauben. Wenn man sie näher fragt müssen sie sich nicht unbedingt leiden können. Schließlich ist die eine ja die Beute des anderen. Aber selbst wenn man nicht nur Tauben fragt gibt es auch Situationen in denen Menschen Tauben per du nicht leiden können. Das geht dem gemeinen Adler nicht anders. So tragt es sich des öfteren zu, dass Tauben garnicht sehen wohin sie ihr Geschäfft verrichten. Eigentlich ärgert man sich ja immer wenn es auf den Lack geht. Aber seit kurzem weiss ich, dass es noch ganz andere Stellen geben kann, die einem noch viel mehr ärgern können.
So gab es einst vor vielen Jahren ein Täublein, dass sein Geschäfft ausgerechnet auf mein Auto entrichten musste. Zwar nicht auf den Lack, aber wenn man schon einen W116 als Kloverzierung benutzt, hat dieses Täubchen eine der idealen Stellen für diese Baureihe gefunden. Nämlich auf das aluminiumeloxierte Gitter, das unterhalb der Scheibenwischer angebracht wurde. Dessen aber immernoch nicht genug muss dieses Täublein ziemlich zielsicher gewesen sein. Denn es musste ausgerechnet die Gummidichtung treffen, die den Innenraum an der Stelle, an der das Stromkabel für den Scheibenwischen in den Innenraum geht trocken hält.
Und so gingen die Jahre ins Land. Es kam der Natodoppelbeschluss, die Wende, Computer kamen in Privathaushalte, die ersten Handy tauchten auf. Fast alle Menschen waren glücklich nur der Adler nicht, der mit dem Auto durch dich Landschaft fuhr und sich immer wunderte warum das Auto innen nass wurde, wenn er die Scheibenwaschanlage betätigte.
Da Ich letztens aber ein wenig Zeit hatte und alles schon bereit liegen hatte. Habe ich mir gedacht ich mach mich einmal an die Arbeit.
Es war einmal wieder sehr interessant die alte Technik dabei zu bestaunen und zu entdecken, dass die Steckverbindung in der hintersten Ecke des Fahrerfußraumes im Armaturenbrett angebracht war. Nachdem ich dann ca. 3 Stunden Kopf über im Fahrerfußraum lag, gefühlt den Abdruck des Bremspedals an der Stirn kleben hatte und froh war, dass die NL-Ulm seiner Zeit den Ausstattungscode 420 (Automatikgetriebe) geordert hat, damit ich so halbwegs Platz zum arbeiten hatte, konnte ich endlich den Stecker entfernen. Die Gummidichtung tauschen, alles wieder zusammen bauen und am Abend den Schlaf der gerechten Schlafen.
Sicher können werden sich jetzt einige fragen, warum ich hierfür einen [lexicon]Blog[/lexicon] erstellt habe und die Geschichte nicht einfach in meinen [lexicon]Thread[/lexicon] geschrieben habe. Nun zum einen wäre sie sonst nicht so poetisch geworden und zum Anderen wollte ich nochmal auf die Gefahr durch frei fliegende Tauben aufmerksam machen und setze deswegen auch ein Bild der alten zerfressenen Gummidichtung hier rein.
Schluss endlich komme ich zu folgendem Fazit: Tauben kann man mögen, muss es aber nicht.
In diesem Sinne wünsche ich euch schöne Grüße und ein sonniges Wochendende.
Euer Adler
Comments 8